Energieeffizienz, Klimaschutz: Stormarn punktet bei nachhaltiger Beschaffung

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Stormarn (bz/pm). Wie beschaffen Kommunen sozial und umweltfreundlich? Wo zeigen sich die ersten Erfolge? Was brauchen wir, um besser zu werden? Diese Fragen hatten knapp 70 kommunale Vertreter/innen zum Kreis Stormarn geführt. Mit dieser Veranstaltung startete eine landesweite Workshopreihe zu nachhaltiger Beschaffung in Kommunen.

Kooperationspartner und Referenten von links: Mareike Grewe (SKEW), Thomas Puphal (MELUR), Dr. Diana Wehlau (Hansestadt Bremen), Isa Reher (Kreis Stormarn), York Burow (WiMi), Markus Schwarz (BEI), Kai-Oliver Farr (SKEW). Foto:pm

Kooperationspartner und Referenten von links: Mareike Grewe, Thomas Puphal, Dr. Diana Wehlau (Hansestadt Bremen), Isa Reher (Kreis Stormarn), York Burow, Markus Schwarz und Kai-Oliver Farr. Foto:pm

 

Seit dem letzten Jahr fordert das neue Tariftreue- und Vergabegesetz des Landes Schleswig-Holstein von den kommunalen Beschaffungsstellen, Nachhaltigkeitskriterien in Ausschreibungen mit einfließen zu lassen. In einem Workshop in Zusammenarbeit mit dem Kreis Stormarn, dem Städteverband SH, dem Umweltministerium und dem Bündnis Eine Welt SH konnten Verantwortliche nun mehr dazu erfahren, wie dies praktisch umgesetzt und eingefordert werden kann. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Außenstelle Hamburg der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt durchgeführt.

Isa Reher, Klimaschutzmanagerin beim Kreis Stormarn

Dass auch Kommunen verstärkt Kriterien wie Energieeffizienz, Klimaschutz oder das Verbot von Kinderarbeit berücksichtigen wollen, kam in der Veranstaltung deutlich zum Ausdruck. „Wie viele Kommunen das bereits umsetzen und positive Beispiele in die Diskussion eingebracht haben, überrascht uns alle“, so Isa Reher, Klimaschutzmanagerin beim Kreis Stormarn. „Wir können alle voneinander lernen und dabei effizienter und kostengünstiger arbeiten und besser werden.“ Von Natursteinen über Reinigungsmittel und Textilien bis zum Elektroauto reichte die Bandbreite der praktischen Beispiele. Besonders der Austausch, wie dies gut gelingen kann, begeisterte alle Anwesenden.

Die Hansestadt Bremen,  die deutschlandweit zu einem der Vorreiter  in diesem Bereich gehört, präsentierte gleich mehrere Beispiele erfolgreich umgesetzter Beschaffung mit sozialen und ökologischen Kriterien. Wer sich für die Vorträge interessiert, kann sie auf den Seiten der Kreisverwaltung herunterladen, unter: www.kreis-stormarn.de/go/klimaschutz bei Aktuelles.

Regional, ökologisch und fair

Ein überzeugendes Beispiel war auch das Catering, das mit regionalen, ökologischen und fair gehandelten Lebensmitteln ausgeschrieben wurde. Es schmeckte nicht nur ganz ausgezeichnet, sondern animierte auch zur Umsetzung in der eigenen Kommune. Dafür konnten die Ausschreibungsunterlagen gleich mitgenommen werden, was ausgiebig genutzt wurde.

Die Veranstaltung in Bad Oldesloe war der Auftakt für eine Workshop-Reihe, die in den nächsten Monaten in weiteren Regionen Schleswig-Holsteins das Thema für Beschaffungsverantwortliche und Interessierte bewusster machen will. Ziel ist es, mit den Fortbildungen Kommunen zu animieren, sozial und ökologisch einzukaufen. Wichtig ist dabei, dass man damit nicht nur Mensch und Umwelt schonen kann, sondern auch den Geldbeutel der Städte und Gemeinden.

Für weitere Informationen erreichen Sie

  • Klimaschutz-Managerin Isa Reher beim Kreis Stormarn unter: 04531-160-1637
  • oder Markus Schwarz beim BEI unter 0481-6405 9885.
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