Noch ein Geburtstag: Die Stormarner Werkstätten feiern ihren 40. Jahrestag

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Ahrensburg (ve). Und noch ein Jubiläum im Jahr der Jubiläen: Die Stormarner Werkstätten feiern in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag. Und das schon bald, nämlich am Sonnabend, 21. Juni 2014. Mit einem offiziellen Empfang und einem großen Sommerfest auf ihrem Gelände in der Kurt-Fischer-Straße.

Eine Reproduktion eines Bildes aus den Anfangstagen Foto:StormarnerWerkstätten

Eine Reproduktion eines Bildes aus den Anfangstagen.
Foto:StormarnerWerkstätten

Ende der 60er Jahre wurden landesweit Werkstätten gegründet, um Menschen mit Behinderungen eine Arbeit und damit eine Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Auch in Ahrensburg wurde eine Werkstatt gegründet, übrigens als eines der ersten Unternehmen im damals neuen Gewerbegebiet Beimoor Nord. „Es war sozusagen die Werkstatt auf der grünen Wiese, zu unseren Gebäuden führte ein Sandweg“, beschreibt der heutige Werkstattleiter Frank Michelsen den Start.

Teilhabe an der Gesellschaft – gestern und heute

Auch heute noch ist die Aufgabe der Werkstätten, Menschen mit Behinderungen einen Weg in die Arbeitswelt zu bahnen. Allerdings unter neuer Zielsetzung: „Früher hat man den Menschen gesagt, was sie lernen können und sollen. Heute fragt man, was die Menschen lernen wollen und selber für sich erlernen können,“ so Michelsen.

Frank Michelsen, Leiter der Stormarner Werkstätten, lädt zum Sommerfest aus Anlasse des 40. Geburtstag der Stormarner Werkstätten.

Frank Michelsen, Leiter der Stormarner Werkstätten, lädt zum Sommerfest aus Anlasse des 40. Geburtstag der Stormarner Werkstätten.

„Inzwischen bewegen wir uns alle miteinander auf Augenhöhe“, beschreibt es Siart Bajrami. Er engagiert sich nicht nur als Betriebsratsvorsitzender in Ahrensburg für die Werkstatt, sondern auch auf Landesebene in der Arbeitsgemeinschaft der Betriebsräte für Werkstätten. „Wir arbeiten mit den Gruppenleitern zusammen, so dass für jeden der beste Weg gefunden wird.“

„Inklusion dauert noch eine Generation“

Das habe auch die Festsetzung der Inklusion ergeben, die Menschen mit Behinderungen eine Teilhabe an  allen Bereichen der Gesellschaft zusichert. „Aber insgesamt sind wir noch sehr weit von einer vollständigen Inklusion entfernt“, so Michelsen. „Die wird erst erfolgen, wenn die Kinder, die heute im Kindergarten eine Gemeinsamkeit aus Menschen mit und ohne Behinderungen erlebt haben und das als normal empfinden, in die Arbeitswelt gelangen.“

Doch für’s erste soll gefeiert werden. Am Sonnabend, 21. Juni 2014, sind ab 14 Uhr Kreispräsident Hans Werner Harmuth und Bürgermeister Michael Sarach vor Ort zum Gratulieren. Bei einem Empfang wird es Glückwünsche geben, zur Unterhaltung gibt es Musik von einer Band, die sich am Oldesloer Standort der Werkstätten zusammengefunden haben.

Spiel und Sport steht immer im Vordergrund bei den Werkstätten, auch an Wettbewerben wie Landesmeisterschaften oder den Special Olympics nehmen sie teil. Foto:StormarnerWerkstätten

Spiel und Sport steht immer im Vordergrund bei den Werkstätten, auch an Wettbewerben wie Landesmeisterschaften oder den Special Olympics nehmen sie teil.
Foto:StormarnerWerkstätten

Und ganz besondere Gäste werden erwartet: Mitarbeiter der ersten Stunde. Noch heute gibt es Mitarbeiter in den Werkstätten, die seit 1974 dabei sind. Sie stehen kurz vor der Rente. Doch am Sonnabend sollen sie besonders gefeiert werden und mit einem Oldtimer-Bus auf das Gelände gebracht werden.

Ein Gottesdienst wird von Pastorin Angelika Weißmann gestaltet. Danach geht es auf das Gelände der Werkstätten, wo verschieden Spiele und Aktionen auf die Besucherinnen und Besucher warten. Und für Speis und Trank ist natürlich auch gesorgt.

… und natürlich wird auch gearbeitet, ein Bild aus der Geschichte der Werkstatt. Foto:StormarnerWerkstätten

… und natürlich wird auch gearbeitet, ein Bild aus der Geschichte der Werkstatt.
Foto:StormarnerWerkstätten

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