Mehr Personal für Stormarns Schulen? Lehrerstellen sind Thema im Nachtragshaushalt des Landes

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Stormarn/Kiel (ve/pm). Vom 16.-18. Juli kommt der Landtag in Kiel zu seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause zusammen. Dann steht ein Nachtragshaushalt zur Debatte, der mehr Ressourcen für die Schulen zur Verfügung stellt, kündigen die Stormarner Landtagsabgeordneten Martin Habersaat und Tobias von Pein (beide SPD) an. Auch die Schulen im Kreis Stormarn würden davon profitieren: Mehr Lehrer gäbe es für Gemeinschaftsschulen und Gymnasien, neu geschaffene Schulassistenzen für die Grundschulen.

Die beiden Landtagsabgeordneten des Kreises Stormarn Tobias von Pein und Martin Habersaat (beide SPD). Foto:pm

Die beiden Landtagsabgeordneten des Kreises Stormarn Tobias von Pein und Martin Habersaat (beide SPD).
Foto:pm

Möglich wird das durch die Übernahme der BAföG-Kosten durch den Bund. In Schleswig-Holstein werden damit jährlich rund 37 Millionen Euro frei, die komplett in Bildung investiert werden sollen, teilen Habersaat und von Pein mit. In vier Schritten wird die Unterrichtsversorgung an den Schulen um insgesamt 728 Stellen verbessert. 228 Stellen kommen bereits zum 1. August 2014. Habersaat: „Für Stormarn sind das etwa 20 Stellen zusätzlich für Gemeinschaftsschulen und Gymnasien.“

30 Schulassistenten

Ein zweiter Schwerpunkt wird die Schaffung neuer Schulassistenzen an den Schulen. Tobias von Pein: „Die Inklusion gehört zu den großen Herausforderungen der Bildungspolitik. Von 300.000 Kindern an Regelschulen haben etwa 16.000 ein Handicap. Um die Schulen zu entlasten, wollen wir zusätzliche Schulassistenten finanzieren.“

Ab dem Jahr 2015 sollen zunächst 314 solcher Stellen bei den kommunalen Schulträgern finanziert werden. Losgehen soll es mit den Grundschulen. Für Stormarns Grundschulen bedeutet es, das ungefähr 30 dieser Stellen geschaffen werden, schätzt von Pein. Da nicht alles Vollzeitstellen sein werden, werde sich die Zahl der Schulassistenten vermutlich noch vergrößern.

Aufgestockt werden sollen außerdem die Mittel des Vertretungsfonds, um die Unterrichtsversorgung an allen Schulen zu verbessern. Von Pein: „Das sehe ich aber immer nur als die zweitbeste Lösung an. In erster Linie muss es uns um reguläre, unbefristete Stellen für die Schulen gehen.“ Auch gebe es noch offene Punkte: „Mir ist klar, dass wir uns über Vertretungsmittel hinaus auch um die Verbesserung der Situation an den beruflichen Schulen kümmern müssen.“

Habersaat berechnet die Bilanz: „Wir werden 2017 rund 31.000 Schülerinnen und Schüler weniger an den allgemeinbildenden Schulen haben. Das sind 10,6 Prozent weniger als 2012. Bei den Lehrkräften werden es nach unseren Planungen allerdings lediglich 2,9 Prozent weniger sein.“

Foto:TimReckmann/pixelio.de

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