Unfall mit Schweinetransporter auf der B404: Die Hälfte der Tiere verendete

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Stormarn (ve/pm). Bei einem Unfall gestern Nachmittag auf der Bundesstraße 404 zwischen Grönwohld und Dwerkaten kippte ein voll beladener Tiertransporter um. Eine Mensch wurde leicht verletzt, über 110 Tiere kamen ums Leben. Bis gegen 22 Uhr dauerten die Aufräumarbeiten.


Ein 21-jähriger Glücksburger war gegen 15.30 Uhr mit seinem Opel Movano, einem bis 3,5 Tonnen Gewicht-Kühltransporter beladen mit Käse, möglicherweise aufgrund einer nicht angepassten Geschwindigkeit plötzlich hinter der Brückensperrung Trittau Nord in den Gegenverkehr geraten. Dort kam ihm der 66-jährige Neumünsteraner mit seinem Silofahrzeug entgegen. Der 66-Jährige konnte nicht mehr ausweichen und es kam zu einem Zusammenstoß mit dem Opel Movano.

Ein 32-jährige Litauer und sein 23-jähriger Beifahrer, ebenfalls aus Litauen, fuhren mit ihrem Tiertransporter zu der Zeit hinter dem Silofahrzeug. Sie hatten 216 lebende Schweine an Bord. Der Litauer versuchte noch nach rechts auszuweichen, um einem Frontalzusammenstoß mit dem Opel Movano zu entgehen. Allerdings rutschte der Tiertransporter dabei in den Straßengraben und kippte auf die Seite. Der Opel Movano war noch gegen den hinteren Bereich des Sattelaufliegers des Tiertransporters geprallt.

Gesamtschaden 120.000 Euro

Der 21-Jährige musste mit diversen Prellungen (leicht verletzt) mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Die anderen Beteiligten blieben unverletzt. Der Gesamtschaden wird auf knapp 120.000 Euro geschätzt.
Die eingesetzten Freiwilligen Feuerwehren mussten zum Entladen der Schweine das Heck des Aufliegers und einen Teil des Daches öffnen. An einige Tiere wären sie sonst nicht herangekommen. Der Tiertransporter musste mit einem Kran wieder aufgerichtet werden.

Noch etwa 110 lebenden Schweine wurden auf einen zweiten Transporter umgeladen. Der zuständige Amtstierarzt des Kreisveterinäramts Stormarn und eine Tierärztin waren ebenfalls am Unfallort. Die anderen Schweine starben bereits zuvor oder mussten, da sie nicht mehr lebens- und transportfähig waren, getötet werden. Das Umladen der lebenden Tiere und das Aufladen der toten Tiere waren gegen 21 Uhr beendet. Gegen 22 Uhr war die Fahrbahn wieder komplett frei.

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