Unterbringung in der Psychiatrie? Verfahren gegen Zahnarzt, der seine Kinder tötete

0

Glinde/Lübeck (ve/pm). Das Verfahren gegen einen Zahnarzt aus Glinde, der seine beiden Kinder erstochen haben soll, beginnt. Es wird vor dem Schwurgericht der Großen Strafkammer in Lübeck verhandelt. Das Gericht tagt am Freitag, 22. August 2014, um 11.30 Uhr.

Bei dem Verfahren geht es darum zu klären, ob der Mann dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden kann. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 39-Jährige am 24. Januar 2014 im Zuge so genannter „wahnbedingter Schuldunfähigkeit“ seinen sechs Jahre alten Sohn und seine vier Jahre alte Tochter durch Schnitte mit einem Messer in den Hals getötet hat.

Der Mann, der aus Afghanistan stammt, soll seinen beiden Kindern Zuhause die Kehlen durchgeschnitten haben und sich anschließend selber der Polizei gestellt haben. Die Mutter war zur Tatzeit ebenfalls Zuhause. Aufgrund der psychischen Situation des 39-Jährigen wird von der Schuldunfähigkeit ausgegangen, Mordanklage wurde nicht erhoben.

Es handelt sich um ein Sicherungsverfahren mit dem Ziel der Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus. Der Beschuldigte befindet sich zurzeit in einstweiliger Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus. Für die Hauptverhandlung hat das Gericht bis zum 10. Oktober 2014 zehn Verhandlungstage vorgesehen und hierzu 26 Zeugen und drei Sachverständige geladen.

Beitragsbild:Th.Wengert/pixelio.de

image_pdfimage_print
Teilen.

Kommentieren