Wieder Bombenblindgänger in Bad Oldesloe: Entschärfung und großräumige Evakuierung notwendig!

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Bad Oldesloe (ve/pm). Am Donnerstag, 21. August 2014, wird in Bad Oldesloe erneut eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden müssen. Dazu ist es notwendig, den Bereich des Gefahrengebietes vorher zu evakuieren. Die Polizei bittet daher alle Beteiligten um Mithilfe.

Bereits im Juni musste eine Bombe in Bad Oldesloe entschärft werden, 2.500 Menschen waren von der Evakuierung betroffen. Jetzt am Donnerstag müssen wieder 2.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Foto:O.Renter

Bereits im Juni musste eine Bombe in Bad Oldesloe entschärft werden, 2.500 Menschen waren von der Evakuierung betroffen. Jetzt am Donnerstag müssen wieder 2.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen.
Foto:O.Renter

Die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg liegt derzeit in der Straße Am Glindhorst/ Ecke Masurenweg in einer Tiefe von etwa 3,5 Metern. Der Bereich der Fundstelle ist bereits abgesperrt. Die Zehn-Zentner-Bombe enthält etwa 500 Kilogramm Sprengstoff. Die Beamten des Kampfmittelräumdienstes Schleswig- Holstein (KRD) werden nach jetziger Bewertung am Donnerstag die Bombe entschärfen und anschließend aus dem Erdreich herausholen.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Sprengkörper noch am Fundort aktiviert wird. “Daher ist es dringend erforderlich, alle Personen im Umkreis zu evakuieren!”, betont Sonja Kurz, Pressesprecherin der Polizei.

Auf der Karte ist der Bereich zu erkennen, der evakuiert werden muss. Grafik:PolizeidirektionBad Oldesloe

Auf der Karte ist der Bereich zu erkennen, der evakuiert werden muss.
Grafik:PolizeidirektionBad Oldesloe

In einem Umkreis mit einem Radius von 500 Metern darf sich keiner aufhalten

Die verantwortlichen Beamten des KRD haben einen Evakuierungsradius von 500 Metern festgelegt. Deshalb werden alle Personen innerhalb dieses Evakuierungsbereiches aufgefordert, am Donnerstag bis 13 Uhr ihre Häuser und Wohnungen sowie sonstige Aufenthaltsorte zu verlassen. Auch die Einkaufsmärkte im Bereich der Ratzeburger Straße und die Autohäuser und Einkaufsmärkte in der Industriestraße sind gehalten, ab 13 Uhr zu schließen.

Die Bewohner sollten sich darauf einrichten, für mehrere Stunden nicht in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren zu können. Wie lange es dauern wird, ist nicht absehbar. Von der Evakuierung werden rund 2.000 Menschen betroffen sein. Kurz: “Die beteiligten Organisationen (Ordnungsamt der Stadt Bad Oldesloe, Feuerwehr, Rettungsdienst, Technisches Hilfswerk und Polizei) arbeiten eng zusammen und werden im Bereich ihrer Möglichkeiten alles tun, um die Beeinträchtigungen für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten.”

Am Mittwoch, 20. August 2014, werden die Beamten der zuständigen Polizei- Zentralstation Bad Oldesloe mit der Unterstützung der Beamten aus der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung aus Eutin („Bereitschaftspolizei“) im betroffenen Evakuierungsgebiet ab 8.30 Uhr Informations-Handzettel verteilen.
Personen, die nicht bei Familienangehörigen oder Freunden in dieser Zeit unterkommen können, steht am Donnerstag ab 11 Uhr, die Kurparkschule in der Straße Am Kurpark zur Verfügung.

Bürgertelefon wird eingerichtet

Ein Bürgertelefon wird vom Kreis Stormarn eingerichtet. Das Telefon ist von Mittwoch ab 8.30 Uhr bis zum Einsatzende am Donnerstag besetzt. Dort werden Fragen rund um das Thema beantwortet.

Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass alle Personen den Gefahrenbereich verlassen müssen. Sonja Kurz: “Bitte benachrichtigen Sie auch Nachbarn, Freunde und Bekannte, die in dem Bereich wohnen, damit alle Betroffenen informiert sind und die Evakuierungsmaßnahmen reibungslos ablaufen können. Bitte unterstützen Sie auch speziell Nachbarn und andere Menschen, die Hilfe benötigen.”

Straßen gesperrt, Bahnverkehr ausgesetzt

Folgende Straßenzüge sind von der Vollsperrung betroffen: Ratzeburger Straße/ B208, Industriestraße, Stoltenrieden, Turmstraße, Johannes-Ströh-Straße, Masurenweg, Am Glindhorst, Paperberg, Siemsdorfer Straße/K67, Louise- Zietz- Straße, Anna-Heitmann-Weg.

Da der Bad Oldesloer Bahnhof in dem Gefahrenbereich liegt, muss die Bahnstrecke Lübeck-Hamburg ab 13.30 Uhr bis Einsatzende gesperrt werden. Es findet während dieser Zeit kein Bahnverkehr statt. Die Polizei empfiehlt, Bad Oldesloe am Donnerstag weiträumig zu umfahren. Mit erheblichen Verkehrsbehinderungen ist in der Zeit zu rechnen.

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