Am 18. September: Zweiter bundesweiter Blitzmarathon gegen Raser

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Kiel/Stormarn (ve/pm). Die Landespolizei bereitet sich auf den zweiten „Blitzmarathon“ gegen Raser im Straßenverkehr vor, so teilt sie heute mit. Die Kontrollen beginnen am Donnerstag, 18. September 2014, um sechs Uhr morgens und dauern – zeitlich und regional unterschiedlich – maximal 24 Stunden. Alle Bundesländer beteiligen sich an der Aktion. In Schleswig-Holstein werden voraussichtlich rund 260 Polizisten an 76 Messorten im Einsatz sein.

Das Herzstück der Radarfalle ist dieser Sensor. Er misst die Geschwindigkeit.

Das Herzstück der Radarfalle ist dieser Sensor. Er misst die Geschwindigkeit.

Die Messungen finden an Unfallschwerpunkten sowie an sensiblen Orten wie Kindergärten, Schulen und Altenheimen statt. Wo genau „geblitzt“ wird, gibt die Polizei in der Woche ab dem 15. September bekannt.

Die Polizei stellt Temposünder auch zur Rede

 

Temposünder müssen damit rechnen, von der Polizei auch angehalten und über die Gefahren und Folgen ihres Fehlverhaltens informiert zu werden. Die Kommunen kontrollieren mit 21 Leuten an zwölf Messstellen.

Innenminister Andreas Breitner sagte heute in Kiel, der Blitzmarathon sei eine von mehreren Aktionen in der Verkehrssicherheitsarbeit der Polizei zur Vorbeugung gegen Geschwindigkeitsverstöße. Der erste bundesweite Blitzmarathon im Oktober 2013 war nach Ansicht des Ministers ein großer Erfolg für die Verkehrssicherheit. Nicht nur an den Kontrollstellen und während des Marathons sei vorsichtiger gefahren worden, der Effekt habe auch darüber hinaus gewirkt.

Das sind die Zahlen aus 2013

Während des ersten Blitzmarathons am 10. Oktober 2013 wurde in Schleswig-Holstein an 156 Messorten kontrolliert. 405 Polizeibeamte waren im Einsatz. 120.937 Fahrzeugen passierten die Messanlagen. 6.113 Fahrer fuhren zu schnell. Das entspricht einer Beanstandungsquote von rund fünf Prozent. Auch in Ahrensburg und Umgebung wurde geblitzt, ahrensburg24.de war dabei: „Ammersbek: Nur wenig Temposünder – 60 Euro und ein Punkt für junge Frau

„Der Blitzmarathon ist nicht zuletzt wegen seines großen öffentlichen Aufmerksamkeitswerts geeignet, das Bewusstsein der Autofahrer für die jeweils richtige Geschwindigkeit zu schärfen“, sagte Breitner. Er sei „kein PR-Gag und auch keine Abzocke“. Die Innenminister hatten Anfang des Jahres beschlossen, auch 2014 wieder einen deutschlandweiten Blitzmarathon zu starten.

Unfälle mit Schwerverletzten und Todesfolge

Die Landespolizei Schleswig-Holstein registrierte im vergangenen Jahr 11.693 Verkehrsunfälle mit Personenschäden. Dabei verloren 103 Menschen ihr Leben, 15.066 Personen wurden verletzt. Bei Verkehrsunfällen mit tödlichem Ausgang ist nichtangepasste Geschwindigkeit die Hauptunfallursache. Wie wichtig es ist, das Geschwindigkeitsniveau dauerhaft zu senken, zeigt folgendes Beispiel: Bei einer Geschwindigkeit von 65 Kilometern in der Stunde sterben acht von zehn Fußgängern, die angefahren werden. Bei 50 Kilometern pro Stunde überleben acht von zehn Fußgängern, die angefahren werden.

„Ein Unterschied von 15 Kilometern in der Stunde entscheidet also darüber, ob acht von zehn Fußgängern überleben oder sterben! Unser Ziel ist es deshalb, das Geschwindigkeitsniveau flächendeckend zu senken“, sagte Breitner. Schon zwei Kilometer in der Stunde weniger könne innerorts die Zahl der Verunglückten um bis zu 15 Prozent senken.

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