15 Amateur Jazz Festival: Wippende Füße, nickende Köpfe und viel Musik

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Ahrensburg (ve). Wer am Sonnabend Abend zwischen Peter-Rantzau-Haus und Stadtbücherei gestanden hat, dem surrten die Ohren. Aus allen Ecken klimperte und dudelte es – es war Swing- und Dixie-Zeit. Das 15. Schleswig-Holstein Amateur Jazz Festival nahm seinen erfolgreichen Verlauf.

 

Hinter vielen Türen Jazz - so war es bei dem 15. Amateur Jazz Festival Schleswig-Holstein.

Hinter vielen Türen Jazz – so war es bei dem 15. Amateur Jazz Festival Schleswig-Holstein.

Begonnen hatte es bereits am Vormittag um 11 Uhr mit einer Preview der Hot Jazz Weepers. Diese Werbung hat sich gelohnt, denn am Abend waren über 200 Gäste in die drei Spielstätten Rathaus, Stadtbücherei und Peter-Rantzau-Haus. Eine Besonderheit des Abends war der Auftritt der „The incredible Sax Band“ aus London. Zwölf Saxofone aller Größen nahmen sich die Musik vor, zu hören waren ganz besondere Arrangements von Klassikern des Jazz. Die Bandbreite der Instrumentengattung – vom Sopran bis zum Bariton – macht zwar alles möglich, gibt aber gleichzeitig eine ganz eigene Klangfarbe.

Zuschauer-Reaktionen reichten von „das ist mir zu modern“ über „das ist mal etwas anderes“ bis zu „wirklich klasse, die sind richtig toll!“. Eines ist allen Aussagen gemeinsam: The incredible Sax Band war die Besonderheit des Abends. Die Gäste aus England hatten aus Eigeninitiative den Kontakt mit den Organisatoren des Jazz-Festivals aufgenommen und traten ohne Gage auf. Am Abend nach ihrem Auftritt verabschiedeten sie sich nach Hamburg, wo sie auch übernachteten – es ist ihnen nicht zu verdenken, dass sie die Hansestadt noch erkunden wollten.

Publikum und Veranstalter zufrieden

15 weitere Bands jazzten von 17.30 Uhr bis Mitternacht, im Publikum wippten überall die Füße und Köpfe und viele verfolgten die Musik mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Das Orga-Team Peter Eggers, Wolfgang Heinel und Harmut Baumgarte von den Hot Jazz Weepers und den Pickled Onions war zufrieden.

Und auch Annette Maiwald-Böhm, die Leiterin des Peter-Rantzau-Hauses, war angetan: „Es war eine gute Stimmung den ganzen Abend über“. Daran hatte die Begegnungsstätte sicherlich Anteil, denn ihre Cafeteria sorgte für das leibliche Wohl der Gäste, so das – ungewohnt aber durchaus nachahmenswert – der große Topf Erbsensuppe im Foyer des Rathauses stand. Die Gäste griffen gerne zu.

Gegen 23.30 Uhr jedoch war ein allgemeiner Schwund zu beobachten, die letzten Töne bis Mitternacht hörten noch einige Gäste, aber bei weitem nicht mehr so viel Publikum wie vorher. Die angesagt Jam-Session im Peter-Rantzau-Haus wurde dann mangels Interesse kurzfristig abgesagt. Machte aber nichts – den Gästen wippte sicherlich noch lange auf dem Nachhauseweg der Fuß.

... im Peter-Rantzau-Haus ...

… im Peter-Rantzau-Haus …

... in der Stadtbücherei ...

… in der Stadtbücherei …

... und im Rathaus.

… und im Rathaus.

15 Amateur Jazz Festival SH

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