100 Jahre Erster Weltkrieg: Vortrag über die Folgen für die Gegenwart

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Ahrensburg (ve/pm). Am Sonntag, 21. September 2014, findet um 18 Uhr die Veranstaltung „Verrat und Vernunft 1913 – 1919: Musik – Literartur – Zeitgeist.“ Der Publizist und Theatermann Jochem Wolff porträtiert 1914, ein Jahr und seine Entwicklungsstränge, das wie kaum ein anderes die europäische Geschichte verändert hat: das Jahr des Kriegsausbruchs 1914.

 

Jochem Wolff. Foto:JochemWolff

Jochem Wolff.
Foto:JochemWolff

Was geschah vorher, was führte zur Katastrophe – und was bedeutete dies alles für die Kultur- und Geistesgeschichte unseres Kontinents, ja, der Welt? Eine tour de force mit zahlreichen Querverweisen und Beispielen – in gewohnt souveräner Manier, verspricht der Marstall.

Das 19. Jahrhundert reichte im Grunde bis 1918. In die langwährende Fin-de-Siècle-Stimmung mischte sich am „Vorabend“ zum Ersten Weltkrieg ein Gespür für die Vibrationen einer heraufziehenden Katastrophe. Was sich späterhin ereignete, ging weit über das Militärische und Tagespolitische hinaus: Ab 1918/1919 waren es tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen, die einem in deutschen Landen kaum vergleichbaren „sozialen Erdrutsch“ gleichkamen.

Genau das spiegelte sich im Kulturgeschehen jener Zeit. Der Autor, Soziologe, Musik-und Literaturhistoriker Jochem Wolff beleuchtet auf spannende und zugleich unterhaltsame Weise vor allem den ästhetischen Wandel in der Kunst: Vorrangig in der traditionellen Musik, die sich seit Gustav Mahler in Auflösung befand, überdies in Streiflichtern der herkömmlichen Literatur, die auf ähnlichem Weg in die Moderne zu völlig neuen Formen vorstieß, und auch in der Bildenden Kunst, die alles in Frage stellte und (fast) alles neu erfand.

Der Vortrag findet in der Remise des Marstall statt, der Eintritt kostet zehn Euro.

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