Vortrag beim Förderverein St. Johanneskirche: Das Wunder von Rosow

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Ahrensburg (ve/pm). Am Montag, 29. September 2014, um 20 Uhr wird Dipl.-Ing. Hans-Peter Hansen in der St. Johanneskirche, Rudolf-Kinau-Straße 15 in Ahrensburg, über Rettung alter Kirchen in Mecklenburg und Uckermark in einem Lichtbildervortrag berichten. Hansen, ehemals beauftragter Architekt des Wiederaufbaus der Dorfkirche in Rosow – der Patengemeinde der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Ahrensburg – beschreibt die Situation mehrerer Dorfkirchen vor und nach der Wende.

Diplom-Ingenieur Hans-Peter Hansen, Architekt und Vorsitzender des Förderverein St. Johannes.

Diplom-Ingenieur Hans-Peter Hansen, Architekt und Vorsitzender des Förderverein St. Johannes.

Im Mittelpunkt steht die Kirche in Rosow, dicht an der polnischen Grenze unweit von Stettin gelegen. Heute ist sie als Gedächtniskirche „Polnisch-Deutsche Gedenkstätte“ Treffpunkt über die Grenzen hinaus geworden. Die auf dem Kirchturmstumpf errichtet filigrane Stahlkonstruktion deutet weit in die Landschaft und dient als Aussichtsplattform.

Die Gedächtniskirche in Rosow. Foto:pm

Die Gedächtniskirche in Rosow.
Foto:pm

Der Kirchturm war nicht zu retten

Die Kirche brannte im April 1945 während der letzten Kriegstage aus. Der Kirchturm musste bis auf den Stumpf abgetragen werden. Nach der Wende war klar, dass ein kirchliche Nutzung allein den Wiederaufbau nicht rechtfertigen würde. Auf Initiative des Kirchenältesten und ehrenamtlichen Bürgermeisters Karl Lau wurde 2002 der Förderverein „Gedächtniskirche Rosow- Deutsch-Polnische Gedenkstätte für Flucht und Vertreibung und Neuanfang“ gegründet.

Der Verein übernahm die Kirche und fand sogar Unterstützung von Seiten der Europäischen Union. In dem sanierten, schlichten Kirchenraum entstanden vielseitig nutzbare Ausstellungsflächen. Auf dem Dach sorgen Sonnenkollektoren für den Strom. Über dem Turmstumpf entstand eine moderne Stahlkonstruktion, die der Höhe des ehemaligen Kirchturms entspricht und auf einer Aussichtsplattform den Blick in die Landschaft erlaubt.

Hans-Peter Hansen ist der Architekt der Umbaumaßnahmen

Anlässlich des Vortrags von Hans-Peter Hansen wird der Bürgermeister von Rosow und Vorsitzende des dortigen Förderverein, Karl Lau, anwesend sein und über die heutige Nutzung des Kirchgebäudes berichten. Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei. Es ist eine Veranstaltung des Fördervereins St. Johannes Ahrensburg.

Den Vortrag hält mit Hans-Peter Hansen der Vorsitzende des Fördervereins St. Johannes. Hansen war von 1986 bis zur Erreichung der Altersgrenze 2010 Sachverständigen Hochbau bei der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig Holstein. Von 1980 bis 1988 war er Beauftragter Architekt der Kirchengemeinde Ahrensburg und zuständig für sämtliche Gebäude der Gemeinde sowie die Anbauten und Renovierung an den Ahrensburger Kirchen.

Die St. Johanneskirche unterhielt schon zu DDR-Zeiten eine Patenschaft zur Gemeinde Rosow. Nach der Wende erhielt Hansen im Rahmen eines Wettbewerbs den Architektenauftrag zum Wiederaufbau und Neugestaltung der Dorfkirche in Rosow.

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