Zum Tag der Deutschen Einheit: Ein Zeitzeuge berichtet

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Großhansdorf (je/pm). „Das tritt nach meiner Kenntnis …. ist das sofort, unverzüglich.“ Der Versprecher von Günter Schabowski hatte weltpolitische Auswirkungen und besiegelte das Ende der deutschen Teilung. Der Tag der Deutschen Einheit steht wieder einmal vor der Tür. Grund genug, in einem Vortrag am Freitag, 3. Oktober 2014, zurückzublicken.

Peter Drauschke referiert aus seinem Blickwinkel. Foto: Vhs Ahrensburg

Peter Drauschke referiert aus seinem Blickwinkel.
Foto: Vhs Ahrensburg

Fast 25 Jahre nach dem Mauerfall berichtet der Zeitzeuge Peter Drauschke, Jahrgang 1945, von seinen Erfahrungen mit der kommunistischen Diktatur in Ostdeutschland. Als überzeugter Kommunist siedelte er 1963 freiwillig in die DDR über, studierte Politische Ökonomie und wurde FDJ-Sekretär. Er merkte jedoch schnell, dass das Leben in der SED-Diktatur nicht seinem Verständnis vom Marxismus-Leninismus entsprach, was zu einem inneren Umbruch seiner Überzeugungen führte.

1972 wurde er nach einem gescheiterten Fluchtversuch unter dem Vorwurf des Geheimnisverrats verhaftet. Im Rahmen einer Amnestie wurde er im Oktober 1972 vorzeitig entlassen und durfte ein Jahr später in die Bundesrepublik ausreisen.

Wenn Sie mehr über die Zeitzeugen wissen möchten

Peter Drauschke berichtet am 3. Oktober 2014 von 16 bis 17 Uhr in der Bibliothek des Rosenhofs 2, Großhansdorf, Hoisdorfer Landstraße 72, über sein bewegtes Leben. Der Eintritt kostet drei Euro. Um Anmeldung wird gebeten unter Telefon 04102 / 69 90 12.

Nähere Informationen zum Zeitzeugenbüro finden Sie unter www.ddr-zeitzeuge.de. Es handelt sich um ein Online-Portal, das ehemalige politische Gefangene aus der DDR bundesweit zu Zeitzeugenveranstaltungen vermittelt, um der zunehmenden Unwissenheit und Verklärung im Zusammenhang mit der SED-Diktatur entgegenzuwirken.

Beitragsbild: Plakat der Reihe „DDR hautnah: Ein Zeitzeuge berichtet“

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