Pilze: Lecker aber gefährlich/AOK warnt vor Pilzvergiftungen

0

Ahrensburg (ve/pm). Wegen der milden Witterung sind die Wälder in Stormarn in diesem Jahr ein besonderes Paradies für Pilzsammler. Allerdings ist Vorsicht angesagt. Denn je mehr Pilze es gibt, desto größer ist auch die Gefahr von Vergiftungen. Nach Aussagen des Giftinformationszentrums-Nord zeigt sich bereits jetzt, dass in 2014 die Zahl der Pilzvergiftungen doppelt so hoch ist wie in den beiden Jahren zuvor.

Beim Pilze sammeln ist Vorsicht geboten, denn manche Pilze haben giftige Doppelgänger.  Foto:©AOK

Beim Pilze sammeln ist Vorsicht geboten, denn manche Pilze haben giftige Doppelgänger.
Foto:©AOK

„Viele der leckeren Pilze haben giftige Doppelgänger. Für Hobbysammler kann dies gefährlich werden“, warnt AOK-Niederlassungsleiter Jens Bojens aus Ahrensburg. Verursacher potenziell lebensgefährlicher Pilzvergiftungen ist beispielsweise der Knollenblätterpilz, der von unerfahrenen Sammlern oft mit dem Champignon verwechselt wird.

Knollenblätterpilz: Eine tödliche Gefahr

Von den tödlich verlaufenden Pilzvergiftungen in Mitteleuropa gehen die meisten auf diesen Pilz zurück. Innerhalb von 24 Stunden kommt es häufig zu heftigem Erbrechen, starken Bauchschmerzen und Durchfall. Ein Kind kann schon nach dem Verzehr von nur einem Knollenblätterpilz sterben. Insgesamt gibt es in Deutschland mehrere tausend Pilzarten, von denen rund 200 giftig sind. Die AOK NordWest warnt deshalb dringend davor, Pilze ohne Fachkenntnisse zu sammeln und zu verzehren. Ein gutes Bestimmungsbuch, die Anleitung durch erfahrene Sammler und auch das Internet sind gute Wissensquellen.

„Wer nach dem Essen eines Pilzgerichts Übelkeit, Schmerzen, Schwindel oder Missempfindungen verspürt, sollte sofort einen Arzt aufsuchen“, so Bojens. Bei Verdacht auf Verzehr eines Knollenblätterpilzes sollte der Betroffene so schnell wie möglich in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Pilz oder Reste davon sollten mitgenommen werden, um den „Übeltäter“ schnell identifizieren zu können.

Auch die Experten vom Giftinformationszentrum-Nord helfen rund um die Uhr kostenfrei unter der Rufnummer 0551 / 19 240.

Quelle:AOK NordWest

image_pdfimage_print
Teilen.

Kommentieren