Fluglärm über der Schlossstadt: Die Grünen wollen über mehr Ruhe mitbestimmen

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Ahrensburg/Großhansdorf (ve/pm). Fluglärmschutzkommission der Stadt Hamburg, Treffen von Verwaltungsbeamten zum Thema Fluglärm – das beobachtet Bündnis 90/Die Grünen kritisch. Kürzlich wurde für die Region ein Kompromiss ausgehandelt, sowohl diesen Kompromiss als auch den Weg dorthin hält die Fraktion für nicht ausreichend.

Die „Bürgerinitiative Alstertal/Walddörfer/Ahrensburg für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein“ (BAW) hatte beantragt, dass in Zukunft die Endanflüge auf den Hamburger Flughafen nicht mehr wie bisher bei vier oder sieben nautischen Meilen beginnen, sondern bereits bei zehn nautischen Meilen. Das würde bedeuten, dass die Flugzeuge in einem flacheren Winkel und über eine längere Strecke von der Reiseflughöhe in Richtung Landebahn sinken.

Dies wiederum hätte zur Folge gehabt, dass sich die Fluglärm-Belastung der Ahrensburgerinnen und Ahrensburger massiv reduzieren würde, schätzen die Grünen. Die Fluglärmschutzkommission hat dieses Ersuchen nicht stattgegeben, sondern hat einen „Kompromiss“ beschlossen. In Zukunft wird es Endanflüge bei sieben nautischen Meilen geben.

„Durch den Kompromiss gibt es keine Verbesserung“

Christian Schmidt, Stadtverordneter Bündnis 90/Die Grünen in dem Newsletter der Fraktion: „Damit ist für Ahrensburg nichts gewonnen und die Lärmbelastung durch Fluglärm bleibt wie sie ist oder wird schlimmstenfalls zunehmen. Und wir, Bündnis 90/Die Grünen, finden diesen „Kompromiss“ nicht akzeptabel.“

Mehr noch stört die Politiker zudem, dass keine Ahrensburger bei der Tagung zugegen waren: „Wir und auch einige andere haben die Verwaltung der Stadt Ahrensburg auf diese Sitzung der Fluglärmschutzkommission und das Ersuchen der BAW hingewiesen.“ Der Ahrensburger Bürgermeister habe sich daraufhin mit dem Vorsitzenden der Fluglärmschutzkommission in Verbindung gesetzt und darum gebeten, dass auch Ahrensburg bei dieser Angelegenheit gehört und beteiligt werde. Christian Schmidt: „An dieser Stelle: Vielen Dank Herr Sarach für Ihr Engagement!“

Die Beteiligung sei dennoch abgelehnt worden mit dem Hinweis, dass die Ahrensburger Interessen durch Mitarbeiter aus dem schleswig-holsteiner Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie und dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein wahrgenommen werden.

Schmidt: „Damit die Interessen der Ahrensburgerinnen und Ahrensburger zukünftig direkt berücksichtigt werden, setzen wir uns für die Erweiterung der Fluglärmschutzkommission um Sachverständige aus Stormarn und Ahrensburg ein.“ Dies scheine bereits anzulaufen, die Fluglärmschutzkommission habe die Sachverständigen zugelassen. Schmidt: „Wir werden in Zukunft dem Lärm durch Flugverkehr noch mehr Aufmerksamkeit schenken.“

Beitragsbild:Gaby Stein/pixelio.de

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