Ausstellung in der Galerie Jürgensen: Moderne Landschaften und behutsame Skultpuren

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Oetjendorf (je/pm). Am Sonntag, 2. November 2014, lädt die Galerie Jürgensen in Oetjendorf um 16 Uhr zu einer Vernissage zweier Künstler ein. Jörn Diederichs aus Dresden stellt seine Landschaftsbilder aus. Lutz Hellmuth aus Erfurt zeigt seine Skulpturen. Die Ausstellungseröffnung wird von russischer Klaviermusik von Violetta Khachikyan begleitet.

Öl auf Leinwand - Das Bild "Morgen" von Jörn Diederichs ist in der Ausstellung zu bewundern. Foto: Galerie Jürgensen

Öl auf Leinwand – Das Bild „Morgen“ von Jörn Diederichs ist in der Ausstellung zu bewundern.
Foto: J. Diederichs, Galerie Jürgensen

Jörn Diederichs kommt ursprünglich aus Niedersachsen. Er wurde 1969 in Bremen geboren. Nach einem Lehramtstudium an der Universität Oldenburg zog es ihn an die Hochburg der Malerei. An der Hochschule für Bildende Künste in Dresden studierte er sein Fach und erwarb den Rang eines Meisterschülers. Inzwischen ist der Maler in der Hauptstadt Sachsens heimisch geworden. Engagiert kommentiert er das Großstadtleben in seinen farbstarken Stadtszenen. Doch immer wieder zieht es ihn in die norddeutsche Landschaft, die ihm von Kindheit an so vertraut ist.

Der Zauber des Lichtes

In der Galerie Jürgensen sind in erster Linie Landschaftsbilder ausgestellt. Sie alle sind vor der Natur gemalt. Die Intention des Malers ist es, die entsprechende Atmosphäre einzufangen, den Zauber des Lichts und den Stimmungswechsel im Wandel der Tages- und Jahreszeiten. Aber auch als Chronist hat er einen wachen Blick auf die Realität: Plötzlich erscheint ein Windmühlenpark am Horizont, Flugzeuge durchziehen mit ihren Kondenzstreifen den Himmel und neue Straßenzüge zerschneiden Wiesen und Felder. „Ich stelle mich der Wirklichkeit und finde ihre Poesie“, sagt Jörn Diederichs.

Lutz Hellmuth wurde 1943 in Erfurt geboren. Dort lebt und arbeitet er heute noch. Auch er studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Seitdem erhielt er zahlreiche öffentliche Aufträge. In Erfurt, Göttingen, Magdeburg, Jena und Marburg bereichert er viele Plätze und Parks mit seinen Skulpturen. „Mich interessiert die menschliche Figur, die sich aus einer Säule entwickelt“, sagt der Künstler. Dabei hat er die klassische griechische Säule vor Augen, die aus mehreren Säulentrommeln übereinander gefügt bis zum heutigen Tag als tragendes Bauglied eingesetzt wird.

Behutsam und sparsam: Skulpturen von Lutz Hellmuth

Er nutzt die ursprünglichen Trommelfugen zum Andeuten der Knie, Leisten oder Taille und nimmt dabei eine behutsame Verwandlung vor, die die erhabene Statik des antiken Trageelements mit der sanften Biegung und Drehung des menschlichen Körpers vereint. Oft fehlen Arme und Kopf, denn diese sparsamen Andeutungen genügen, um vor unserem inneren Auge eine vollständige menschliche Figur entstehen zu lassen. Dabei nehmen Monumentalität und Rhythmisierung ein fruchtbares Wechselspiel auf. Das ist in der Galerie Jürgensen an den kleinen Terrakotten und Bronzen, die 20 bis 40 cm hoch sind, und seinen großen Stelen, die bis zu 120 cm hoch sind, zu beobachten.

Die Ausstellung läuft von Sonntag, 2. November bis Freitag, 19. Dezember 2014. Die Galerie ist jederzeit und nach Anmeldung geöffnet. Am Sonntag, 9. November 2014, sind Besichtigungen von 11 bis 18 Uhr und am Sonntag, 16. November 2014, mit dem Beginn eines Konzerts um 11.30 Uhr bis 18 Uhr möglich.

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