Vortrag bei der Universitätsgesellschaft über Floreana: Deutsche im Paradies?

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Ahrensburg (je/pm). Floreana, eine der südlichen Inseln des Galápagos-Archipels, besitzt eine bemerkenswerte Siedlungs-, Landnutzungs- und Landschaftsgeschichte. Davon berichtet Professor Doktor Hans-Rudolph Bork in seinem Vortrag „Deutsche im Paradies – Die Galapagos-Insel Floreana“ am Dienstag, 4. November 2014, um 20 Uhr in der Stadtbücherei Ahrensburg.

Überreste eines Postamtes in Floreana.  Foto:kathy1976/pixelio.de

Überreste eines Postamtes in Floreana.
Foto:kathy1976/pixelio.de

Deutsche und österreichische Auswanderer siedelten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im feuchten Hochland in Höhen von etwa 300 bis 350 Meter über dem Meer, um dort Garten- und Ackerbau zu betreiben und verwilderte Haustiere zur Fleischversorgung zu jagen. Später wurden an der Westküste Gebäude errichtet, um Produkte des Hochlandes verschiffen und Touristen beherbergen und versorgen zu können.

Galapagos heute

Heute leben 80 Menschen in dem Ort Puerto Velasco Ibarra. Die Siedlungstätigkeit an der Westküste, der Anbau von Kulturfrüchten, die Urbarmachung des Landes durch Rodungen, die Anlage von Pfaden und Wegen, der wachsende Holzbedarf der Bewohner und Brände veränderten die Umwelt stark.

Wissenschaftler des Ökologie-Zentrums der Universität Kiel entdeckten viele Überreste der bewegenden Kultur- und Naturgeschichte von Floreana. Sie steht im Vordergrund des Vortrages von Professor Doktor Hans-Rudolph Bork, Institut für Ökosystemforschung, Christian-Albrechts-Universität Kiel, der auf Einladung der Schleswig-Holsteinischen Universitätsgesellschaft, Sektion Ahrensburg, erfolgt.

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