Gegen den Krieg: Kinofilm „No Man’s Land“ beim Interkulturellen Herbst

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Ahrensburg (je/pm). Im Rahmen des Interkulturellen Herbstes unter der Schirmherrschaft von Michael Sarach zeigt das Bruno-Bröker-Haus am Freitag, 21. November 2014 um 19 Uhr den Film „No Man’s Land“ des bosnischen Regisseurs Danis Tanovic. Der Film wurde mit Preisen überhäuft, unter anderem wurde mit einem Oskar und einem Golden Globe ausgezeichnet.

Der Film schildert die Geschichte von zwei bosnischen und einem serbischen Soldaten, die während des Bosnienkriegs 1993 zwischen die Fronten geraten und in einem Schützengraben im „Niemandsland“ auf Hilfe warten müssen. Die Begegnung und ausweglose Nähe ist sowohl von Hass als auch von menschlichen Berührungspunkten geprägt. Erschwert wird die Situation dadurch, dass einer der bosnischen Soldaten schwer verletzt auf einer Mine liegt, die explodieren könnte, wenn die beiden anderen den Verletzten aufheben würden, weil so der Druck auf die Mine nachlässt.

Dadurch ist das Leben von jedem der drei bedroht. Letztlich geht es darum, dass die Betroffenen nur überleben können, wenn sie zusammen arbeiten. Allerdings steht ihnen der Hass auf einander, dessen Ursprung sie nicht kennen, im Weg. Dem entsprechend mag der eigentliche Kern des Films die Ausweglosigkeit sein, in die Krieg und Feindschaft führen und die einfachen menschlichen Gefühle für einander zerstören.

„No Man`s Land“ ist ein Anti-Kriegsfilm, der in einer absurden Situation die Sinnlosigkeiten des Krieges verdeutlicht. Wie ein Gegenpol dazu ist der Film fantastisch fotografiert mit schönen Landschaftsbildern und emotional berührenden Natureindrücken, die für Augenblicke alles Grauen vergessen lassen. Der Film wurde weltweit mit insgesamt 42 Preisen, darunter ein Oscar, ausgezeichnet.

Der Eintritt ist wie immer frei. Spenden für die ehrenamtliche interkulturelle Arbeit und Integrationshilfen sind willkommen.

Der letzte Film des Interkulturellen Herbstes im Rahmen Filmreihe im Bruno Bröker-Haus, läuft am Freitag, 28. November 2014 um 19 Uhr. Er heißt „Versprich es mir“ und handelt von einem Jungen, der von seinem Großvater eine Kuh erbt,damit er sich eine Braut suchen kann.

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