Kreisstraße 80 bei Glinde: Ein Schwerverletzter und fünf Verletzte bei schwerem Unfall

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Bei Glinde (ve/pm). Schwerer Unfall gestern Nachmittag auf der Kreisstraße 80: Zwischen den Auffahrten des Industriegebiets Reinbek/ Glinde und Neuschönningstedt wurden insgesamt sechs Menschen verletzt. Ein Autofahrer war in den Gegenverkehr geraten, an dem folgenden Unfall waren fünf Fahrzeuge, darunter ein Fahrschulwagen, beteiligt.

Nach bisherigem Ermittlungsstand fuhr ein 47-jähriger Hamburger auf der Kreisstraße gegen 14.50 Uhr von der Bundesautobahn 24 aus in Richtung Hamburg. Hinter ihm fuhren in gleicher Richtung ein 70-jähriger Geestachter mit seinem BMW X1 und ein 56-jähriger Hamburger mit seinem Mercedes ML 350. Ein 35-jähriger Möllner und ein 22-jähriger Hamburger fuhren mit ihren BMWs in entgegengesetzter Richtung. Zwischen diesen beiden Fahrzeugen bestand ein größerer Abstand.

Keines der Fahrzeuge konnte dem Unfall ausweichen

Aus bisher ungeklärter Ursache geriet der 47-Jährige mit seinem Citroen Berlingo auf die Gegenfahrbahn, wo er zunächst gegen die Hinterachse des entgegenkommenden BMW 318i, dem Fahrschulwagen, des Möllners stieß. Auf dem Beifahrersitz saß sein Fahrschüler, ein 17-jähriger Niendorfer. Dann stieß der 47-Jährige mit seinem Wagen frontal in den entgegenkommenden BMW 316i des 22-jährigen Hamburgers.

Der 35-Jährige schleuderte unterdessen mit dem Fahrschulwagen auf die Gegenfahrbahn, wo ihm der Geesthachter nicht mehr ausweichen konnte. Es kam zu einem Zusammenstoß. Der Hamburger versuchte nun, dem Mercedes des Geesthachters auszuweichen, was ihm jedoch nicht mehr gelang.

Der 47-Jährige musste mit schweren Verletzungen – es bestand zu dem Zeitpunkt keine Lebensgefahr – mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Der 35-jährige, sein Beifahrer, der 22-Jährige, der 70-Jährige und seine 67-jährige Beifahrerin zogen sich alle leichte Verletzungen zu. Sie wurden mit den Rettungswagen in die umliegenden Krankenhäuser gebracht.

 

Ersthelfer halfen den Verletzten

Die Freiwillige Feuerwehr musste, um den jungen Beifahrer aus dem Fahrschulwagen zu befreien, die Beifahrerseite aufschneiden. Ein Ersthelfer hatte den 22-Jährigen unmittelbar nach dem Unfall aus dem Wrack seines BMW 316i gezogen und betreute ihn. Der 47-Jährige Verursacher saß ebenfalls noch in seinem Wagen und wurde auch von einem Ersthelfer betreut. Er war nicht eingeklemmt.

Die Fahrzeuge der Unfallbeteiligten waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden wird insgesamt auf 73.000 Euro geschätzt.

Die Dekra hat die Untersuchung aufgenommen

Bei dem schwer verletzten Unfallfahrer war es zu dem Zeitpunkt nicht möglich, eine Atemalkoholprüfung vorzunehmen. Ein Richter ordnete die Entnahme einer Blutprobe an. Des Weiteren beschlagnahmten die Beamten seinen Führerschein.
Ein Sachverständiger der DEKRA erschien später noch an der Unfallstelle, um den genauen Unfallhergang zu rekonstruieren. Die Ermittlungen zu dem Unfall dauern noch an.
Die Polizeibeamten mussten den Bereich der Unfallstelle bis 19.10 Uhr voll sperren. Im Einsatz waren sech Streifenwagenbesatzungen, zwei Notärzte, sechs Rettungswagen, drei Freiwillige Feuerwehren und ein Sachverständiger.

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