A1 zwischen Bad Oldesloe und Reinfeld: Jetzt soll sie fertig sein, wirklich!

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Stormarn (ve/pm). Ab 14. Dezember ist freie Fahrt auf der Autobahn 1 – nur Schelme achten darauf, das in dieser Meldung bisher noch kein Jahr genannt worden ist … Scherz beiseite: Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) ist überzeugt davon, dass die Autobahn zwischen Bad Oldesloe und Reinfeld ab dem 14. Dezember 2014 komplett frei ist. Heute hat der die Baustelle besucht.

Torsten Conradt, Direktor des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr, mit Verkehrsminister Reinhard Meyer auf der Baustelle der Autobahn 1. Foto:pm

Torsten Conradt, Direktor des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr, mit Verkehrsminister Reinhard Meyer auf der Baustelle der Autobahn 1.
Foto:pm

„Damit endet für Berufspendler wie Urlauber, vor allem aber auch für das Transportgewerbe und die übrige Wirtschaft eine extrem lange Geduldsprobe, die vor etwa eineinhalb Jahren mit der Insolvenz der Baufirma ,Alpine Deutschland‘ begonnen hatte“, sagte Meyer. Die Pleite des Konzerns hatte zu einem mehrmonatigen Stillstand der Bauarbeiten geführt, bevor im Februar nach einer erneuten europaweiten Ausschreibung von einer Firma aus Bochum die Arbeiten fortsetzen werden konnte. Die Kosten der Sanierung belaufen sich auf rund 23 Millionen Euro.

A1: Ein jahrelange Geduldsprobe

Die Arbeiten auf der Autobahn 1 wurden damit nicht zur monatelangen, sondern zur jahrelangen Geduldsprobe. Die Autobahn zwischen Hamburg und Lübeck ist eine viel befahrene Strecke für Pendler und Urlauber genauso, wie für Transporte zwischen Hamburg und Lübeck. Und doch währt die Entspannung nur kurz, denn schon 2015 soll das nächste Teilstück Richtung Lübeck saniert werden.

Und weiter geht es mit der Sanierung

Im Frühjahr 2015 soll es an die Grundsanierung der rund 5,5 Kilometer langen Strecke zwischen Lübeck-Zentrum und dem Autobahnkreuz Lübeck in Angriff gehen. Meyer: „Auch wenn das erneut zu Einschränkungen im Verkehr führen wird, so sind die dafür vorgesehenen zwölf Millionen Euro gut angelegt. Denn die A1 ist als großräumige Verbindung der Metropolregionen Hamburg und Kopenhagen eine der Hauptverkehrsachsen im Land und vor allem auch für den Tourismus von hoher Bedeutung.“

Bei der mehrmonatigen Sanierung der fast 80 Jahre alten Autobahn, die ab den 1960er Jahren von vier auf sechs Fahrstreifen verbreitert wurde, war vor allem die Betondecke um sieben auf 27 Zentimeter erhöht und verstärkt worden. Der Auftrag umfasste darüber hinaus unter anderem folgende Arbeiten die Erneuerung von 19 Kilometern Entwässerungseinrichtungen an beiden Seitenstreifen und dem Mittelstreifen, Erneuerung von 22 Kilometern Schutzplanken, die Instandsetzungsarbeiten an drei Autobahnbrücken sowie den Einbau von insgesamt 80.000 Kubikmetern Frostschutzschicht, 210.000 Kubikmetern Bodenverfestigung und 190.000 Quadratmetern Betondecke, was einer Fläche von 26 Fußballfeldern entspricht.

Landesbetrieb: „Ressourcenschonende Arbeit rund um die Uhr“

Nach den Worten des Direktors des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV-SH), Torsten Conradt, sei bei dem Sanierungsvorhaben eine „ressourcenschonende Bauweise“ angewandt worden, indem die Baumaterialien aus der alten Betonfahrbahn sowie dem vorhandenen Untergrund aufbereitet und weitestgehend wiederverwendet worden seien. Sämtliche Arbeiten seien in einer Sechs-Tage-Wochen vorgenommen worden, in Spitzenzeiten sei auch am Sonntag und sogar nachts gearbeitet worden.

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