Busverkehr in Ahrensburg: SPD beantragt Änderungen für die Linien 476, 576 und 8110

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Ahrensburg (ve). Sie haben lange gerungen um die neuen Buslinien dieser Stadt, die Stadtverordneten und Sachverständigen. Haben Pläne aufgestellt und verworfen, Linien geführt, Haltestellen geplant. Nun steht seit einigen Wochen das neue Bus-Liniennetz in der Stadt Ahrensburg. Doch es habe Luft für Verbesserungen, mahnt die SPD an und stellt mehrere Anträge.

Laut der SPD-Fraktion sollen im Norden der Stadt die Buslinien 476 und 8110 so aufeinander abgestimmt werden, dass zum Beispiel an der Haltestelle Rosenhof ein Halbstundentakt besteht. Auch sei zu gewährleisten, dass Sonn- und Feiertags die Verbindung in Richtung Innenstadt und Bahnhof im Stundentakt betrieben werde. Damit reagiert die SPD-Fraktion auf viele Beschwerden sowohl aus dem Gartenholz als auch aus dem Rosenhof.

“Überflüssige Ringlinienführung“

Auch die Buslinie 576 soll nach dem Willen der Sozialdemokraten verbessert werden. Die “überflüssige Ringlinienführung” im Steinkamp soll beendet und die Abfahrtszeiten deutlich besser auf die Abfahrtszeiten der Regionalbahn in Richtung Hamburg abgestimmt werden.

Zuletzt beantragt die SPD auch die Überprüfung der neuerdings eingesetzten Midi-Busse hinsichtlich ihrer Lärmemissionen. „Die 576 und andere Linien werden durch Midi-Busse, also verkürzte Busse, befahren. Das finden wir gut. Allerdings werden die derzeit eingesetzten Busse von vielen Anwohnern, besonders im Steinkamp, als viel zu laut empfunden,“  so Hartmut Möller, Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Probleme mit den neuen Buslinien wurden auch schon im Bauausschuss thematisiert, auch dort wurde beschrieben, dass der Halbstundentakt an der Haltestelle Rosenhof dringlich erwünscht werde. Die Stadt habe mit dem Fahrplanwechsel erhebliche Eigenmittel für eine Verbesserung des Busverkehrs in Ahrensburg investiert, die Ergebnisse seien jedoch nicht zufriedenstellend, kritisiert daher die SPD. „Wir möchten, dass Busse für unsere Bürger eine echte Alternative zum Auto darstellen. Das ist gut für die Umwelt und auch gut für die Entlastung der Straßen. Das kann aber nur dann gelingen, wenn wir ein wirklich attraktives Angebot bereithalten. Davon sind wir gegenwärtig noch weit entfernt,“ sagte Hartmut Möller.

Busplanung durch die Stadt Ahrensburg?

Ebenfalls kürzlich im Bau- und Planungsausschuss wurde die Möglichkeit erörtert, ob Ahrensburg als Stadt selber für die Planung der Busverkehre gegenüber dem HVV zuständig sein könne. Diese Zuständigkeit müsste die Stadt vom Kreis Stormarn übernehmen. Ein Gutachter zweifelte an, dass dies praktikabel sei, da in der Bilanz vermutlich höhere Kosten auf die Stadt zukämen, kaum aber den Anforderungen Ahrensburgs im Rahmen der HVV-Planung ein stärkeres Gewicht gegeben werden würde.

Gerade für die SPD war diese Aussicht ernüchternd, da sie es favorisiert, vor Ort die Planung der Buslinien zu steuern. Wie Rafael Haase erläuterte, könne sich die Fraktion nach wie vor ein Stadtbussystem in der Ahrensburger Innenstadt vorstellen, dass gemeinsam mit dem HVV und dem Kreis nur schwer umzusetzen ist.

Zum Hintergrund: Verhandlungspartner über die Buslinien sind die Verkehrsverbund und der Kreis. Möchte Ahrensburg eigene oder andere Linien, kann die Stadt dies gegenüber dem Kreis kundtun, der die Wünsche dann in die Verhandlungen mit dem HVV nimmt. Kosten, die aus diesen Wünschen entstehen, muss dann – wie auch jetzt bei den neuen Buslinien – die Stadt Ahrensburg zahlen, da dieses Angebot über das, was Kreis und HVV bieten, hinaus geht.

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