SPD: Scheer und Lauterbach laden zur Diskussion über Sterbebegleitung

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Stormarn (ve/pm). Zu einer Diskussionsveranstaltung zum Thema Sterbebegleitung möchte die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer einladen. Unter der Überschrift „Fraktion vor Ort – Sterbebegleitung: In Würde leben – in Würde sterben“ diskutieren auf dem Podium Prof. Dr. Karl Lauterbach und Dr. Nina Scheer. Die Veranstaltung ist am Freitag, 13. Februar 2015, um 19 Uhr im Schloss Reinbek, Gartensaal, Schlossstraße 5 in Reinbek.

Prof. Dr. Karl Lauterbach, MdB, ist Gastredner bei der Diskussionsrunde zur Sterbebegleitung. Foto:pm

Prof. Dr. Karl Lauterbach, MdB, ist Gastredner bei der Diskussionsrunde zur Sterbebegleitung.
Foto:pm

Zu Beginn wird Dr. Nina Scheer, MdB, eine Begrüßung und kurze Einführung in das Thema geben. Dann folgt ein Beitrag von Prof. Dr. Karl Lauterbach, MdB, mit anschließender Diskussion. Lauterbach ist der Stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, zuständig für Gesundheit und Petitionen. Die Moderation des Abends übernimmt Susanne Danhier, Kreisvorsitzende der SPD Stormarn.

Sterbehilfe: Gesellschaftliche und ethische Anforderungen

Im November 2014 hat der Deutsche Bundestag eine vierstündige Orientierungsdebatte zur Sterbebegleitung geführt, beschreibt die SPD den Hintergrund der Veranstaltung. Ziel sei es, in 2015 einen gesetzlichen Rahmen zu finden, der den gesellschaftlichen, ethischen Anforderungen gerecht wird und mehr Rechtssicherheit vermittelt.

Das SPD-Bundestagsmitglied Dr. Nina Scheer.  Foto:pm

Das SPD-Bundestagsmitglied Dr. Nina Scheer.
Foto:pm

Da Sterbebegleitung nicht nur juristische und medizinische, sondern vor allem ethische Fragestellungen aufwirft, werden derzeit fraktionsübergreifend Positionen erarbeitet. Hierbei wird ein breiter gesellschaftlicher Meinungsbildungsprozess angeregt und einbezogen.

Rechtssicherheit für Ärzte

Die SPD-Bundestagsfraktion sei sich einig darin, heißt es weiter, dass „gewinnorientierte Sterbehilfe“ inakzeptabel ist: Niemand darf durch Sterbehilfe Geld verdienen. Konsens bestehe auch darüber, dass die Palliativmedizin massiv ausgebaut und gestärkt werden muss. Sie verfolge einen ganzheitlichen Ansatz, um Menschen ein würdiges Lebensende zu ermöglichen.

Zudem gelte es, Rechtssicherheiten zu schaffen: Nach geltendem Recht ist es grundsätzlich erlaubt, Hilfestellung zum Suizid zu leisten. Beihilfe zum Suizid ist – wie der Suizid selbst – straflos. Allerdings untersagen einige Ärztekammern jede Form der Hilfestellung zur selbstvollzogenenen Lebensbeendigung. Das führt bei Ärzten und Patienten zu Rechtsunsicherheit und zu einer gesellschaftlich verbreiteten Angst vor einem möglichen Alleingelassenwerden.

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