Feuerwehr Ahrensburg: Seit 1960 mussten sie 7.000 Mal ausrücken

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Ahrensburg (ve). Spektakuläres im Unspektakulären: Drei Menschen konnten heute glücklich aus einer misslichen Lage in einem Fahrstuhl befreit werden. Es waren Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ahrensburg, die ihnen die Tür öffneten. Spektakulär: Es war der 7.000 Einsatz der Kameraden seit 1960.

1969: Großbrand bei Bauer Meins in der Hamburger Straße. Foto:Feuerwehr Ahrensburg

1969: Großbrand bei Bauer Meins in der Hamburger Straße.
Foto:Feuerwehr Ahrensburg

Carsten Mahns, Gruppenführer der Reserve, ist seit langen Jahren Mitglied bei der Feuerwehr. Er hat irgendwann einmal angefangen, für die Chronik der Wehr Fakten zu sammeln. Auch Einsatzbücher sind ihm da in die Hände gefallen – Bücher, die bis ins Jahr 1960 zurück reichen.

Statistisch genau erfasst

Alle Einsätze, die verzeichnet sind, hat Mahns erfasst und zusammengezählt. Heute meldete ihm die Liste zum Einsatz um 7.50 Uhr: 7.000! Der 6.999 Einsatz übrigens war nur wenige Minuten vorher heute morgen gegen 7 Uhr, als ein piepender Rauchmelder in einer Wohnung zum Schweigen gebracht werden musste.

Die glimpfliche Fahrstuhl-Rettung und der piepende Rauchmelder sind die eine Seite der Arbeit, die die Kameradinnen und Kameraden immer wieder übernehmen. Aus Anlass der runden Zahl erinnert Mahns sich auch an ganz andere Einsätze und hat in seinem Archiv nach Fotos gegraben. Die hat er ahrensburg24.de zur Verfügung gestellt.

Einsätze seit dem 01.01.1960

„Im Jahr 1960 waren es 27 Einsätze im ganzen Jahr, im Jahr 2015 sind es bis heute, 8 Uhr, schon alleine 63 Einsätze“, zählt Mahns auf. Die Jahre 1961, 1962 und 1965 seien mit je 17 Einsätzen pro Jahr die Jahre mit den geringsten Einsätzen gewesen, das Jahr 2002 war mit 394 Einsätzen das Jahr mit den meisten Einsätzen, gefolgt von 2013 mit 377 Einsätzen und 2014 mit 304 Einsätzen.

Besonders war der 10. Juli 2002, Mahns: „Mit 122 Einsätzen war dies der Tag mit den meisten Einsätzen, damals haben wir auch die Feuerwehren Ahrensfelde, Wulfsdorf und Delingsdorf unterstützt. Grund war ein schweres Unwetter mit starkem Wind. Ich erinnere mich daran, dass ich mit dem Einsatzleiter durch die Straßen gefahren bin und entschieden habe: ‚da kümmern wir uns – das kann warten‘. Ein Cabrio stand zum Beispiel da, bis zur Kante voll mit Wasser – das musste warten.“

Zu den 7.000 Einsätzen gehören auch diverse Einsätze außerhalb von Ahrensburg, wobei der entfernteste Einsatz mit der Brandschutzbereitschaft Stormarn im August 2002 in und um Dresden war.

ahrensburg24.de sagt ‚Danke‘ für die schöne Geschichte und die Fotos!

Bilder von großen Einsätzen findet Ihr in der Galerie:

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