„Nein“ zum Oktoberfest: „Die Ahrensburger Wirtschaft leidet darunter“

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Ahrensburg (ve). Bleibt es bei dem „Nein“ zum Ahrensburger Oktoberfest? Das wäre für die Wirtschaft das falsche Signal, so sieht es das Team von der Sound & Light Service GmbH. Sven Runge und seine Mitarbeiter waren in den vergangenen drei Jahren als Techniker dabei und sie fürchten nicht nur um ihren Umsatz. Was das Team von der Entscheidung des Kulturausschusses hält, schreiben sie in einem offenen Brief, den ahrensburg24.de ungekürzt veröffentlicht: 

Das Team von Sound & Light Service GmbH. Foto:pm

Das Team von Sound & Light Service GmbH.
Foto:pm

 

„Wir als direkt betroffenes Ahrensburger Unternehmen sind empört über die einseitige und ignorante Empfehlung des Kultur- und Bildungsausschusses! In der politischen Arbeit darf die persönliche Meinung nicht die ausschließliche Grundlage für Entscheidungen bilden. Der Blick muss über den Tellerrand hinaus gehen, vorzugsweise in mehr als eine Richtung. Wenn nun also Mitglieder des Kulturausschusses das Oktoberfest in Ahrensburg „albern“ finden, ist das in Ordnung. Nicht in Ordnung jedoch ist es, andere mögliche Entscheidungskriterien vollständig zu ignorieren.

So berichtet ahrensburg24.de über die Entscheidung des Kulturausschusses

Das Ahrensburger Oktoberfest ist in den vergangenen drei Jahren sehr erfolgreich gefeiert worden. Erfolgreich heißt: Sowohl tagsüber als auch abends war das Fest sehr gut besucht. Das Festzelt ist im letzten Jahr schon Wochen vor dem Termin ausverkauft gewesen, viele Damen sind  im stilechten Dirndl erschienen. Das ist Akzeptanz und Spaß, das ist Stadtmarketing zum Nulltarif! Der verkaufsoffene Sonntag wurde mit dem Oktoberfest gekoppelt, auch hier profitierten Kunden, Gewerbetreibende und Stadt gleichermaßen.

Wer wäre denn direkt von einer Streichung des Oktoberfest betroffen? Unter anderem eine Ahrensburger Firma wie wir, die in direkter Folge weniger Gewerbesteuer an die Stadt Ahrensburg überweist. Wer, auf der anderen Seite, gewinnt denn durch eine Einstellung des Oktoberfestes? Vermutlich eine Handvoll Anwohner der Großen Straße. Ein schlechter Deal!

Hamburg hat übrigens im vergangenen Jahr wieder einen Tourismus-Rekord aufgestellt. Solche Erfolge, die für Stadt und Wirtschaft wichtig sind, erreicht man sicherlich nicht durch die Streichung erfolgreicher Veranstaltungen, die noch dazu für die Stadt kostenneutral sind. Das Oktoberfest mag kein norddeutsches Kulturgut sein, wird aber allenthalben ausgiebig gefeiert. Ähnlich wie Karneval oder Halloween. Und Ahrensburg macht dann zukünftig mit dem Slogan „Oktoberfestfreie Zone“ Werbung?

Wir sind gespannt, wie die im Rathaus neueingesetzte Stadtmarketing-Beauftragte auf diesen Affront reagieren wird.

Wir fühlen uns nicht angemessen berücksichtigt und fordern die ablehnenden Fraktionen auf, ihre Entscheidung zu überdenken. Für konstruktive Gespräche stehen wir jederzeit zur Verfügung.

Sound & Light Service GmbH“

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