Wolf auf Landstraße bei Bordesholm überfahren

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Kiel. Wölfe – immer wieder sind sie Thema in diesen Tagen. Jetzt ist auf einer Landstraße nahe Bordesholm im Kreis Rendsburg-Eckernförde in den frühen Morgenstunden ein Wolf überfahren worden. „Dank der guten Zusammenarbeit mit der Polizei konnte das Tier von Wolfsbetreuern des Landes geborgen werden“, schreibt das Umweltministerium in einer Mitteilung. Der Wolf  wird zur Untersuchung ins Leibnitz Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) nach Berlin gebracht.

Den ersten Untersuchungen zufolge handele es sich um ein junges Tier. Todesursache sind die schweren Verletzungen durch den Zusammenstoß mit dem Auto. Proben für eine genetische Untersuchung werden an das Senckenberg Institut für Wildtiergenetik weitergeleitet. Ziel sei es herauszufinden, woher der Wolf kam.

Bereits 2007, 2013  und 2014 ist jeweils ein Wolf in Schleswig-Holstein überfahren worden. Die Unfälle ereigneten sich auf der Bundesstraße 76 bei Süsel (Kreis Ostholstein),  auf der A 1 zwischen Bargteheide und Ahrensburg (Kreis Stormarn) und auf der A24 bei Witzhave.

Für Fragen zum Thema Wolf oder Wolfshinweise gibt es eine spezielle Hotline beim vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume beauftragten Wolfsinfozentrum Eekholt unter Tel.: 01746330335.
Informationen gibt es unter www.wolfsbetreuer.de.

Umweltminister Robert Habeck hatte außerdem angekündigt, dass der Bereich Herzogtum Launburg  zum Wolfsgebiet erklärt werden könnte. Derzeit bereite das Ministerium die Ausweisung eines Wolfsgebietes in Kreis Herzogtum Lauenburg vor. Tierhalter in diesem Gebiet könnten dann Zuschüsse des Landes erhalten, um ihre Herden zu schützen.

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