Vortrag in der Volkshochschule über zweisprachige Erziehung

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Ahrensburg (je/pm). In zwei Kulturen zu leben ist eine Bereicherung. Aber wie funktioniert der Spracherwerb bei kleinen Kindern, die zweisprachig aufwachsen? Päivi Nurmi-Steinke ist gebürtige Finnin, hat in Deutschland studiert und ihre Kinder zweisprachig aufgezogen. Sie berichtet in ihrem Vortrag am Donnerstag, 26. März 2015, von 20 bis 22 Uhr im Haus der Volkshochschule, wie eine zweisprachige Erziehung optimal funktioniert und zum Erfolg führt.

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Die Dozentin Päivi Nurmi-Steinke ist in der frühkindlichen Sprachförderung in Kitas tätig und geht in ihrem Informationsvortrag für Eltern, Erzieher und Lehrer auf Vorurteile der zweisprachigen Erziehung ein. Sie zeigt, dass zwei oder sogar mehrere Sprachen für ein Kind eine Bereicherung sein können, wenn die zweisprachige Erziehung nach klaren Richtlinien abläuft.

Muttersprache ist Voraussetzung

Das Lernen der Muttersprache ist grundlegend für die Identität des Kindes. Da sie auch über Emotionen gelernt wird, können die Eltern diese am besten in ihrer eigenen Muttersprache vermitteln. Für das Erlernen einer weiteren Sprache ist die Muttersprache eine Grundvoraussetzung, um eine erste Sprachstruktur zu legen.

Wenn die zweisprachige Erziehung nicht gelingt, kann es große Probleme beim Erlernen der zweiten Sprache geben und das Kind spricht „Kauderwelsch“, also eine eigene vermischte Fantasiesprache. Päivi Nurmi-Steinke hat dieses Phänomen in ihrer Kita-Arbeit in den letzten Jahren häufiger bemerkt.

Die Teilnahmegebühr beträgt sechs Euro. Karten gibt es nur an der Abendkasse.

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