Containerbrand und Rauchmelder-Fehlalarm: Keine ruhige Nacht für die Feuerwehr

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Ahrensburg (ve). Er hat es wohl gewusst, der Rauchmelder von heute Morgen. Denn er ging an an seinem Tag – dem Tag des Rauchmelders. Allerdings hatte er eigentlich gar keine Veranlassung, denn es brannte nicht und die Feuerwehr Ahrensburg rückte lediglich aus, um die Tür zu seiner Wohnung zu öffnen und ihn auszustellen. Am Tag des Rauchmelders. Wie so oft auch an anderen Tagen. In der Nacht vorher übrigens war die Feuerwehr im Einsatz bei einem Containerbrand.

Nicht zum ersten Mal hat es an diesem Container-Standort gebrannt. Heute Nacht musste die Feuerwehr wieder löschen. Foto:S.Mascher

Nicht zum ersten Mal hat es an diesem Container-Standort gebrannt. Heute Nacht musste die Feuerwehr wieder löschen.
Foto:S.Mascher

Rauchmelder sind eine höchst sinnvolle Sache – aber für die Freiwillige Feuerwehr Ahrensburg auch eine arbeitsintensive. 44 Mal mussten die Ahrensburger Kameraden in 2014 ausrücken, um einsamen, piepsenden, fehlalarmenden – in diesem Fall – Quälgeistern auf den Pelz zu rücken.

Die Feuerwehr als Türöffner

„Wir sind inzwischen zu wahren Fachleuten in punkto Türöffnung geworden“, sagt Wehrführer Florian Ehrich. Und sicher nur unter der Hand würden die Kameradinnen und Kameraden zugeben, dass sie das auch nervt. Aber verhindern lässt es sich wohl nicht, denn es geht immer um Rauchmelder, die Fehlalarm schlagen in Wohnungen und Häuser, deren Eigentümer nicht Zuhause sind.

Freitag, 13. 03.: Tag des Rauchmelders

„Wir überprüfen zunächst von außen durch die Fenster der Gebäude, was wohl den Alarm ausgelöst hat“, erläutert Florian Ehrich. „Nur wenn wir keine genaue Einsicht nehmen können und zum Beispiel nicht ausschließen können, dass irgendwo ein Schwelbrand entsteht, öffnen wird die Tür.“ Sei zu erkennen, dass der Rauchmelder Fehlalarm ausgelöst hat, „dann ist es für uns eigentlich der Tatbestand einer Ruhestörung und somit Sache der Polizei.“

Doch 44 mal in 2014 und nun auch heute Morgen war das nicht zu erkennen. Dann tauschen die Feuerwehrkameraden den Zylinder an der Haustür aus und verschaffen sich Zutritt. Ehrich: „Die Bewohner stehen dann leider, wenn sie in ihr Haus oder ihre Wohnung wollen, vor verschlossener Tür, ihr Schlüssel passt nicht mehr.“

Im Auftrag von Rettungsdienst und Polizei

Dramatisch allerdings kann es werden, wenn Türöffnungen aufgrund von Notfällen erfolgen. Auch das ist in 2014 40 mal passiert, Haustüren musste auf Veranlassung der Polizei oder des Rettungsdienstes geöffnet werden, weil Gefahr für die Bewohner bestand. In einem Fall wurde die Tür zu einer Wohnung geöffnet, deren Mieter verstorben war.

Und dann brannte wieder ein Container

Das Öffnen von Türen und Containerbrände sind die häufigste Tätigkeit der Feuerwehrkameraden. Auf einem gleichbleibend hohen Niveau sei die Zahl der Brände von Altpapier- oder Altkleidercontainern, sagte auch Kripochef Ralf Lorenzen unter anderem bei dem Verein Bürger für Sicherheit. „Das können wir nur bestätigen“, so Ehrich, „die Zahl der Containerbrände ist seit Jahren in etwa gleich.“

Seit heute Nacht ist sie um einen Zähler gewachsen, gebrannt hat der Container an der Stormarnstraße Ecke Friedensallee. „Das ist ein Standort, an dem es schon öfter gebrannt hat“, weiß Florian Ehrich. Die Holzwand, die den Containerstellplatz abschirmt, sei von früheren Bränden schon ganz verkohlt. „Der Stellplatz liegt ein bisschen abseits“, so Ehrich.

Gebrannt hatte der Container kurz nach Mitternacht, um 0.15 Uhr ging der Einsatzbefehl bei der Feuerwehr ein. Ein Passant hatte den Brand bemerkt und sofort reagiert. Es könnte sich bei diesem Brand um Brandstiftung handeln, eine Personenermittlung gab es noch nicht, so die Polizei gegenüber ahrensburg24.de.

Foto:S.Mascher

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