Oktoberfest: „Bitte keine Langzeitsausen mit einseitiger Massenunterhaltung“

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Leserbeitrag und offener Brief an die Parteien zum Bericht ‚Kulturausschuss sagt “Nein” – Gibt es kein Oktoberfest mehr in Ahrensburg?‘ von Gertrud Tammena, Ahrensburg.

‚Kulturausschuss sagt “Nein” – Gibt es kein Oktoberfest mehr in Ahrensburg?‘

Was das Oktoberfest angeht, so war in der Tat die Festhäufungen in der Innenstadt für Anwohner massiv – es sind ja viele Bewohner auch berufstätig, dazu Kleinkinder, Kranke, Alte … Das Oktoberfest dauerte diesmal fünf Tage/Nächte zuzüglich nächtlicher Auf-Abbau; dazu waren noch extra Außenlautsprecher für die ohnehin überlaute Rums-Musik im Festzelt angebracht, die die Innenstadt beschallten; in den Strassenkorridoren fängt sich das Schallecho extrem.

Einer Bitte an das Ordnungsamt aus der schlechten ähnlichen Vorerfahrung der 700-Jahres-Festzeltparty heraus, diese intensive und unnötige Lärmbeschallung bitte zu ändern, wurde aber nicht entsprochen. Es gab ernstlich den Amts-Hinweis, man möge gegebenenfalls die Polizei rufen, nach meinem Ermessen ist das ernsthaft wirklich keine Polizeiaufgabe, insbesondere, wenn schon im Vorwege auf das Lärmproblem hingeweisen wurde. (Das Ordnungsamt zitiert EINE ihm vorliegende Beschwerde).

Dazu kommen die an- und abfahrenden Einsatzwagen der Sanitätsstationen und Rettungsdienste sowie durch unsere Straßen abfliessender Verkehr von hier parkenden Festbesuchern und Taxen; lange in die Nächte hinein dann die mit Biermassen abgefüllten durch die Stadt Grölenden und zuweilen Martinshörner.

Die Stadtbewohner waren hier auch durch die Innenstadtbrände extrem angespannt, dies hat auch niemand berücksichtigt.

Berichte zum Oktoberfest auf ahrensburg24.de

Die Preise für „Kinderbelustigungen“ außerhalb des Zeltes waren hoch ohne besonders kreative Angebote für Kinderbesucher: also teuer.

Nun zeigt sich Götz Westphal vom Stadtforum über Kritiker sauer und CDU- und FDP-Politiker werben begeistert für dieses innerstädtische Oktoberszenario; Gegenstimmen werden als Spassverderber gebrandmarkt. Man könnte sich doch auch mal konstruktiv mit der Kritik befassen und nach besseren Lösungen/Kompromissen/Regelungen suchen.

Zur Umfrage auf ahrensburg24.de: Wollt Ihr ein Oktoberfest?

Ich bin mir nicht sicher, ob so ein Riesenzelt in der dafür beengten Innenstadt bei Panik wirklich sicher ist. Ebenso bezweifle ich den lokalen Wirtschaftsboom, der von einer derartigen Veranstaltung ausgehen soll.
Ja, die von Mitmenschen bewohnte Innenstadt soll unbedingt ein kommunikatver belebter offener Raum sein – unbedingt auch für fröhliche Veranstaltungen, aber im Rahmen der Zumutbarkeit und der erforderlichen Pausen und Ruhephasen. Rücksichtslos gestaltete überzogene Langzeitsausen mit einseitiger Massenunterhaltung sind dafür ungeeignet.

Freundliche Grüsse
Gertrud Tammena
Ahrensburg

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