Falsches Auto, falsche Stadt: Betrunkener Mann zerbeult Auto

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Trittau (ve/pm). Liebe und Alkohol – eine fatale Kombination. Ein betrunkener Mann hat am frühen Sonnabendmorgen einen Wagen auf dem Parkplatz eines Geschäfts in der Trittauer Poststraße massiv demoliert. Er meinte, dass sei das Fahrzeug eines Nebenbuhlers. Doch er war so betrunken, dass er weder den Wagen erkannte, noch wusste, in welchem Ort er eigentlich war.

Die Schäden an der Windschutzscheibe und dem Außenspiegel. Foto:Polizeidirektion Ratzeburg

Die Schäden an der Windschutzscheibe und dem Außenspiegel.
Foto:Polizeidirektion Ratzeburg

Eine Anwohnerin informierte gegen 3.30 Uhr die Polizei, weil ein junger Mann gerade den Außenspiegel eines Audi A4 abgetreten hatte. Als die Polizeibeamten am Parkplatz ankamen, saß der 24-Jährige, der aus der Nähe von Bargteheide kommt, noch auf dem Fahrersitz des Audis. Die hintere Beleuchtung links war eingeschaltet.

Als er die Polizisten sah, stieg er durch das zerschlagene Beifahrerfenster aus. Die Beamten sahen sich den Wagen genauer an und entdeckten rundherum Schäden. Die Beifahrerscheibe war herausgesplittert und lag im Innenraum. Die Windschutzscheibe war gesprungen und in der Fahrerscheibe klaffte ein Loch. Der linke Außenspiegel war abgetreten, die Beifahrertür hing regelrecht herunter und ließ sich nicht mehr schließen.

Mit einem Gullydeckel

Die Lackschäden an der Beifahrertür hielten sich vergleichsweise in Grenzen. Neben dem Audi lag ein Gullydeckel, der offensichtlich einige Meter weiter ausgehoben worden war. Ob der junge Mann den Gullydeckel selbst ausgehoben und benutzt hatte, um den Wagen zu beschädigen, muss noch geklärt werden. Er erklärte, dass der Wagen ihm gehöre und er damit schließlich machen könne was er wolle.

Das Fenster auf der Beifahrer-Seite wurde eingetreten. Foto:Polizeidirektion Ratzeburg

Das Fenster auf der Beifahrer-Seite wurde eingetreten.
Foto:Polizeidirektion Ratzeburg

Die Überprüfung ergab jedoch, dass er weder Halter war noch diesen Wagen gefahren haben konnte. Der Sachschaden an dem Audi wird auf 3.000 Euro geschätzt. Ein freiwilliger Atemalkoholtest bei ihm ergab einen Wert von 1,54 Promille. Schließlich gab er zu, dass er aufgrund von Beziehungsproblemen den Wagen seines vermeintlichen Konkurrenten schädigen wollte. Allerdings stellte sich weiter heraus, dass er sich offensichtlich nicht nur in dem Audi-Modell, sondern auch in der Stadt geirrt hatte. Verwandte holten ihn nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen von der Wache ab.

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