Fehmarnbelt-Querung: Die dänische Politik ist dafür

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Kopenhagen (ve/pm). In einer ersten Runde ist gestern der Ende Februar durch den dänischen Transportminister Magnus Heunicke eingebrachte Gesetzesentwurf für den Bau und Betrieb einer Festen Fehmarnbelt-Querung auf positive Resonanz gestoßen. In dem Entwurf geht es um die Querung mit Schienen- und Straßenanbindung in Dänemark, sie wurde im dänischen Parlament diskutiert.

Tunnel unter der Ostsee: Impulse für die Regionen sollen genutzt werden. Grafik:Femern A/S

Tunnel unter der Ostsee: Die Fehmarn-Belt-Querung.
Grafik:Femern A/S

Die Vertreter fast aller Parteien (93 Prozent der stimmberechtigten Parlamentarier) unterstrichen, dass sie das Gesetz unterstützen, um den Bau der Festen Fehmarnbelt-Querung zu realisieren. Sobald das deutsche Planfeststellungsverfahren beendet sei, werde das dänische Parlament seine volle Zustimmung zu dem Projekt erteilen, heißt es in einer Mitteilung.

„Ein entscheidender Meilenstein“

”Ein weiterer entscheidender Meilenstein auf dem Weg in Richtung einer Festen Fehmarnbelt-Querung ist genommen!” begrüßt FBBC Vorsitzender Nicolaus Lange die aktuellen Entwicklungen in Kopenhagen. ”Ich bin sehr erfreut, dass eine breite politische Mehrheit ihre uneingeschränkte Unterstützung zu diesem Jahrhundertbauwerk bekräftigt hat und somit der volle politische Rückhalt über die Parteigrenzen hinweg gegeben ist.”

Da gleichzeitig das deutsche Planfeststellungsverfahren im dänischen Parlament thematisiert worden war, mahnte Lange an: „Besonders wichtig ist es auch auf deutscher Seite den Planungsprozess weiter voran zu treiben, damit die straffen Zeitpläne eingehalten werden können.“

Verlängerte Bauzeit?

Auf die kürzlich vom dänischen Transportminister Magnus Heunicke eingeräumten Informationen, dass sich der Tunnelbau verzögern werde, reagiert Michael Svane, stellvertretender Vorsitzender des FBBC, gelassen und erklärt: „Eine längere Bauphase ist aus zwei Gründen derzeit unschädlich. Erstens muss während einer längeren Bauzeit weniger parallel gebaut werden und somit verringern sich die Kosten des Gesamtprojektes. Und zweitens passt die Bauzeit-Verlängerung auch besser zu den Zeitplänen auf deutscher Seite. Bei Einhaltung der derzeitigen Planungen in Deutschland kann die zeitliche Lücke zwischen Tunneleröffnung und Fertigstellung der Hinterlandanbindung verringert werden.“

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