Vorträge der Schleswig-Holsteinischen Universitätsgesellschaft über Griechenland und Nepal

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Ahrensburg (je/pm). Über antike Spitzentechnologien und die Frage ihrer kulturellen Bedeutsamkeit geht es am heutigen Dienstag, 24. März 2015, um 20 Uhr in einem Vortrag der Schleswig-Holsteinischen Universitätsgesellschaft mit dem Titel „Der Mechanismus von Antikythera“. Der Vortrag ist im Gemeindesaal der Schlosskirche, Am alten Markt 9 in Ahrensburg. Ein zweiter Vortrag über Nepal folgt am Donnerstag, 26. März 2015, in Großhansdorf.

Nepal ist Thema des Vortrages im Rosenhof 2. Foto: W. Ruthner, pixelio.de

Das Himalaya-Königreich Nepal ist Thema des Vortrages im Rosenhof 2. Foto: W. Ruthner, pixelio.de

Der Schiffsfund vor der griechischen Insel Antikythera im Jahre 1901 brachte nicht nur eine Fülle eindrucksvoller Beispiele griechischer Bronzeskulptur zu Tage, sondern auch 82 Fragmente einer geheimnisvollen Apparatur, die sich alsbald als astronomisches Instrument herausstellte. Mithilfe moderner Durchleuchtungsmethoden ist es jedoch erst vor kurzem gelungen, nicht nur das Zahnräderwerk im Innern der Bronzeklumpen sichtbar zu machen, sondern auch die Fülle griechischer Inschriften zu entziffern, mit denen das Gerät beschriftet ist.

Der Vortrag von Prof. Dr. Lutz Käppel vom Institut für Klassische Altertumskunde der Christian-Albrechts-Universität Kiel stellt die neue Rekonstruktion vor und versucht, das Gerät, das auf das Ende des zweiten Jahrhunderts vor Christus zu datieren sein dürfte, in den Kontext hellenistischer Wissenschaft und Kultur einzuordnen. Die Inschriften auf dem Apparat sowie einschlägige Fachtexte werden dazu mit kulturgeschichtlichen Zeugnissen in Verbindung gebracht, so dass sich erstmals eine ansatzweise interdisziplinäre Würdigung des Objektes über das rein Technische hinaus ergibt.

Nepal – ein Hindu-Königreich im Wandel

Am Donnerstag, 26. März 2015, ist Professor Dr. Horst Brinkhaus vom Seminar für Orientalistik der Christian-Albrechts-Universität Kiel zu Gast im Rosenhof 2, Hoisdorfer Landstraße 72, Großhansdorf und berichtet über Nepal. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr.

Das landschaftlich wie kulturgeschichtlich beeindruckende Himalaya-Königreich Nepal liegt auf der Grenzlinie zwischen Süd- und Zentralasien. Angrenzend im Norden an das buddhistisch-lamaistisch geprägte Tibet und im Süden an das hinduistisch geprägte Indien, ist Nepal von beiden Religionen im Erscheinungsbild und Selbstverständnis geprägt.

Nach wechselvoller Vorgeschichte erlebte der in der heutigen Ausdehnung etwa zweihundert Jahre existierende Vielvölkerstaat Nepal in der jüngsten Vergangenheit mehrere politisch soziale Umwandlungen: Nach einem blutigen Aufstand und der (Wieder-)Einführung eines demokratischen Rechtsstaates mit einem Mehrparteiensystem (1990/91) hat Nepal einen elfjährigen Bürgerkrieg (1996-2006) überstanden. Die Politik ist nun gefordert, mit Hilfe einer neuen Verfassung stabile Verhältnisse zu schaffen, sei es mit oder ohne Hindu-Staatsreligion und Königtum.

Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt vier Euro. Studenten und Schüler zahlen einen Euro und Mitglieder sind frei.

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