Schokolade landete auf der Autobahn 24: Schwerer Auffahrunfall von zwei Lkws

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Bei Kasseburg (ve/pm). Auf der Autobahn 24 in Fahrtrichtung Berlin kam es gestern Nachmittag zu einem heftigen Auffahrunfall. Ein Lkw fuhr auf einen Sattelzug auf, der Sattelzugfahrer zog sich dabei eine leichte Verletzung zu. Ladung und Trümmerteile wurden auf die Autobahn geschleudert.

Der hintere Teil des Sattelzuges wurde komplett aufgerissen. Foto:PolizeiRatzeburg

Der hintere Teil des Sattelzuges wurde komplett aufgerissen.
Foto:PolizeiRatzeburg

 

Der 32-jährige Fahrer eines Sattelzuges stand gegen 15.50 Uhr auf dem Standstreifen in Höhe der Gemeinde Kasseburg, weil er eine Reifenpanne hatte. Der Berliner hatte sein Gefährt ordnungsgemäß abgesichert. Doch der Fahrer des Lkw-Gespannes war kurz unaufmerksam und prallte mit Wucht gegen die Seite des Sattelzuges und fuhr aber weiter und kam erst nach 100 Metern zum Stehen.

Ladung, Trümmerteile der Fahrzeuge und Treibstoff wurden in der Folge weit über die Autobahn verteilt. Die Fahrbahn glich einem Trümmerfeld. Zudem war der Fahrer des Sattelzuges gerade dabei, in das Führerhaus einzusteigen, und wurde von der Wucht des Aufpralls zu Boden geschleudert. Er verletzte sich dabei leicht am Knie.

Die Ladung des Sattelzuges bestand aus Schokoladenprodukten zur Herstellung von Eis, das Lkw-Gespann waren Kühlanhänger mit Lebensmitteln. Ein Container musste zum Umladen der Schokoladenprodukte auf dem rechten Fahrtstreifen abgestellt werden. Die Bergung der Fahrzeuge war gegen 20.00 Uhr beendet. Der Gesamtschaden wird auf 80.000 Euro geschätzt.

Noch 100 Meter weiter rutschte der Lkw und verteilte dabei Trümmerteile und Treibstoff auf der Fahrbahn. Foto:PolizeiRatzeburg

Noch 100 Meter weiter rutschte der Lkw und verteilte dabei Trümmerteile und Treibstoff auf der Fahrbahn.
Foto:PolizeiRatzeburg

 

Die Beamten des Polizei- Autobahn- und Bezirksreviers Ratzeburg sperrten die Autobahn in Richtung Berlin von 16 bis 16.10 Uhr voll ab. Es bildete sich ein Stau von etwa vier Kilometern. Die Mitarbeiter einer Spezialfirma arbeiteten an dem Gespann des 35-Jährigen und an dem Auflieger des 32-Jährigen. Die Zugmaschine des 32-Jährigen war anschließend wieder fahrtauglich.

Der rechte Fahrtstreifen der BAB 24 in Fahrtrichtung Berlin musste bis heute Morgen um 4 Uhr gesperrt bleiben. Der Lkw-Tank war bei dem Aufprall aufgerissen und der Kraftsoff ausgelaufen. Zwei weitere Spezialfirmen mussten die Rückstände von der Fahrbahn beseitigen und anschließend noch das verunreinigte Erdreich des Grünstreifens auskoffern.

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