Niederdeutsche Bühne: „Nee, sünd wi glücklich“ nimmt die Fernsehwelt des schönen Scheins aufs Korn

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Ahrensburg (je/pm). Zum Abschluss der Theatersaison 2014/15 spielt die Niederdeutsche Bühne Ahrensburg am Donnerstag und Freitag, 23. und 24. April 2015, sowie am Freitag, 8. Mai 2015, jeweils um 20 Uhr, die Komödie „Nee, sünd wi glücklich“ im Alfred-Rust-Saal der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule. Nach ersten Schwierigkeiten, das Ensemble zusammen zu bekommen, bereitet sich derzeit eine engagierte Truppe vor.

Das Ensemble vor und hinter der Bühne von "Nee - sünd wi grlücklich".

Das Ensemble vor und hinter der Bühne von „Nee – sünd wi grlücklich“.

 

Curth Flatows Stück über ein „glückliches Paar oder die Folgen einer Serie“ entführt das Publikum in die Welt von Schein und Sein. Die Schauspieler Victor und Vilma Sanden (Holger Meincke und Erika Sonntag) erhalten für ihre Darstellung des Ehepaares in der Serie „Das glückliche Paar“ den Fernsehpreis „Goldene Familie“. Diese äußerst erfolgreiche Serie wurde von dem Fernsehproduzenten Kurt Meisebach (Peter Meyer) erfunden, weil er so seine persönlichen Erfahrungen mit drei Scheidungen und den für ihn damit verbundenen Unterhaltszahlungen verarbeiten wollte.

Aber wie das mit Fernsehserien häufig so ist: Im Privatleben verbindet das Ehepaar nicht viel mehr als der Trauschein und die gemeinsame Wohnung – ein Traumpaar der Nation sieht anders aus. Zu allem Überfluss hat der notorische Schürzenjäger Victor während eines Urlaubs auch noch sein Bett mit der gemeinsamen Fernsehtochter Marion (Lea Holbeck) geteilt.

Als Vilma dahinter kommt, denkt sie sich ein Verhältnis mit dem – sich gerade im Urlaub befindlichen – Fernsehsohn aus. Die Folge: ein zersägtes Ehebett. Aber damit ist es noch nicht genug: Den beiden steht auch noch ein Wochenende mit lauter unangekündigten Gästen bevor: mit dem durchaus penetranten Zeitungsreporter Günter Rohde (Jonas Weirauch), der eine Homestory über das „glückliche Vorzeigepaar der Fernsehnation“ schreiben will.

Jonas Weirauch und Daniel Just (von links) sind das erste Mal bei eine Produktion, Jonas spielt mit der Kamera einen Reporter, Daniel ist Inspizient.

Jonas Weirauch und Daniel Just (von links) sind das erste Mal bei eine Produktion, Jonas spielt mit der Kamera einen Reporter, Daniel ist Inspizient.

Jubilare und neue Schauspieler

„Wir freuen uns sehr, dass wir unserem Publikum zum Saisonabschluss nicht nur einen unterhaltsamen Theaterabend bieten, sondern auch noch eine niederdeutsche Erstaufführung präsentieren können. Hanspeter Isenberg, der mit diesem Stück gleichzeitig auch sein 25-jähriges Jubiläum bei der Niederdeutschen Bühne begeht, übersetzte die Komödie von Curth Flatow in das Niederdeutsche, übernahm die Regie und entwarf das Bühnenbild“, so Nina Eggers, die Bühnenleiterin der Niederdeutschen Bühne Ahrensburg. „Neben unserem zweiten Jubilar Holger Meincke, der bereits seit 40 Jahren für die Niederdeutsche Bühne auftritt, haben wir mit Lea Holbeck und Jonas Weirauch zwei junge Menschen gefunden, die erstmalig bei der Niederdeutschen Bühne mitspielen – übrigens auch dank des Aufrufs in den örtlichen Medien“.

Die beiden Jubilare werden unmittelbar im Anschluss an die Aufführung am Freitag, 24. April 2015, vom Niederdeutschen Bühnenbund für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt.

Die echten Neulinge Lea Holbeck und Jonas Weirauch sind ebenfalls dabei und dokumentieren, dass es auch jungen Leuten wieder Spaß macht, sich bei der Niederdeutschen Bühne auf die Bretter, die die Welt bedeuten, zu stellen. Beide haben sich neu in das Ensemble gefunden hat und gleich eine Rolle auf der Bühne übernommen. Um sie und die anderen Schauspieler herum schwirrt Daniel Just, der sich auch nach dem Aufruf bei der Bühne gemeldet hatte. Er sorgt nun als Inspizient zusammen mit Karin Blank dafür, dass die Schauspielerinnen und Schauspieler immer genau das in den Händen halten, was sie für ihre Szene brauchen.

Die Eintrittskarten zum Preis von sieben bis zwölf Euro können ab Donnerstag, 2. April 2015, bei den MARKT-Vorverkaufsstellen in Ahrensburg und Bargteheide erworben werden, zuzüglich Vorverkaufsgebühr. Restkarten sind in der Regel noch an der Abendkasse erhältlich.

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