Elmenhorst: Dachstuhl eines Wohnhauses ausgebrannt

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Elmenhorst (jeb/ve). Heute Morgen geriet in der Bargfelder Straße in Elmenhorst aus bisher ungeklärter Ursache der Dachstuhl eines Wohnhauses in Brand. Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten leicht verletzt. Er war ausgerutscht und musste mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Nach aktuellem Ermittlungsstand war der Brand offenbar im Obergeschoss des Zweiparteienhauses ausgebrochen. Menschen  waren zur Brandzeit nicht im Haus.

Feuer auf einem Reiterhof in der Bargfelder Straße. Das Wohnhaus des Besitzers stand in Flammen. Foto:J.Burmester

Feuer auf einem Reiterhof in der Bargfelder Straße. Das Wohnhaus des Besitzers stand in Flammen.
Foto:J.Burmester

Zwei 20 und 23 Jahre alte Frauen, die gerade die Pferde auf dem Hof versorgen wollten, entdeckten den Brand gegen 7.25 Uhr und informierten die Feuerwehr. Der 49-Jährige Hauseigentümer war zu dem Zeitpunkt gerade im Schweinestall beschäftigt. Das Wohnhaus liegt zwischen Elmenhorst und Bargfeld-Stegen. Auf dem Gelände des Hauses befinden sich Ställe für Pferde und Schweine. Die Tiere waren zur Brandzeit nicht in Gefahr.

Es wurden acht Feuerwehren aus Bargfeld-Stegen, Elmenhorst, Neritz, Bargteheide, Nienwohld, Klein Hansdorf-Timmerhorn, Jersbek und Fischbek mit dem Einsatzstichwort „Feuer Groß“ alarmiert. Zu diesem Zeitpunkt zog schon dichter Qualm über die Bundesstraße 75 und lies den Ort Elmenhorst fast wie im Nebel darin versinken. Immer wieder kamen Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren an, bogen in die Bargfelder Straße ab. Die Polizei musste die Straße in Richtung Einsatzstelle voll sperren.

900 Meter Schlauchleitung

Vor dem Reiterhof reihten sich schließlich mehr als ein Dutzend Feuerwehrautos wie an einer Perrlenschnur aufgezogen auf. Lediglich die Drehleiter aus Bargteheide und das große Löschfahrzeug aus Elmenhorst hatten auf dem Hof Stellung bezogen. „Um die Wasserversorgung sicherzustellen, mussten unsere Einsatzkräfte eine 900 Meter lange Schlauchleitung von Elmenhorst an die Einsatzstelle legen“, erklärte der Pressesprecher der Feuerwehr Bargteheide, Joachim Hollweg.

Mit mehreren Strahlrohren und über ein Wenderohr vom Korb der Drehleiter aus wurde das Feuer von allen Seiten des Wohnhauses bekämpft. Der Eigentümer, selbst aktiver Feuerwehrmann, konnte noch seine Wertsachen unter Atemschutz aus dem Haus retten. Nach zwei Stunden vermeldete die Einsatzleitung um Elmenhorsts Wehrführer Bernd Fritz „Feuer aus, Nachlöscharbeiten“. Bis allerdings die letzten Einsatzkräfte den Ort verlassen konnten und die Brandstelle an den Besitzer übergeben hatten, zogen noch einmal mehr als zwei Stunden ins Land.

Kriminalpolizei vermutet technischen Defekt

Der Dachstuhl und das obere Stockwerk wurden durch das Feuer völlig zerstört. Die Kriminalpolizei in Ahrensburg schließt einen technischen Defekt nicht aus. Sie beschlagnahmte den Brandort. Der Sachschaden wird auf 200.000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern noch an.

Die neun Freiwilligen Feuerwehren hatten das Feuer gegen 9.30 Uhr gelöscht. Gegen 12.20 Uhr rückten die Wehren wieder ab. Des Weiteren waren drei Streifenwagenbesatzungen und vier Rettungswagen im Einsatz. Die Beamten musste die Strecke zwischen Elmenhorst und Bargfeld-Stegen bis circa 12.20 Uhr sperren.

 

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