Bundesautobahn 1: Autofahrer starb nach Überholmanöver

0

Bad Oldesloe (ve/pm). Ein Autofahrer erlag gestern Abend bei einem Unfall auf der Autobahn 1 in Richtung Lübeck seinen schweren Verletzungen. Sein Fahrzeug war bei einem Überholmanöver in die Leitplanke geprallt und anschließend in einen Lkw geschleudert worden.

Das Unfallfahrzeug wurde völlig zerstört, der Insasse verstarb am Unfallort. Foto:O.Renter

Das Unfallfahrzeug wurde völlig zerstört, der Insasse verstarb am Unfallort.
Foto:O.Renter

Der 42-jährige Ahrensburger fuhr gegen 19.40 Uhr mit seinem Mercedes SLK 230 auf der dreispurigen Autobahn in Richtung Lübeck. Er befuhr den mittleren Fahrstreifen. Zu diesem Zeitpunkt fuhr eine 23-jährige Pansdorferin (Kreis Ostholstein) mit ihrem Mini Cooper auf dem linken Fahrtstreifen in Richtung Lübeck. Auf dem Beifahrersitz saß eine 19-jährige Frau aus Neustadt (Kreis Ostholstein).

Überholmanöver auf der rechten Seite

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen überholte der 42-Jährige die beiden jungen Frauen, kurz hinter der Anschlussstelle Bad Oldesloe, verkehrswidrig rechts. Beim Ausscheren auf den linken Fahrstreifen verlor der Ahrensburger aus bisher ungeklärter Ursache die Kontrolle über seinen Mercedes und prallte vor dem Wagen der Pansdorferin in die Mittelschutzplanke. Von dort aus schleuderte er mit dem Mercedes wieder zurück auf den mitteleren Fahrstreifen. Dort kollidierte er mit dem Heck des dort fahrenden Sattelzuges eines Mannes aus Polen. Nach der Kollision schleuderte der Mercedes weiter nach vorn und prallte in die Außenschutzplanke hinein.

An der Unfallstelle. Trümmerteile waren auf mehreren 100 Metern verstreut.<br /> Foto:O.Renter

An der Unfallstelle. Trümmerteile waren auf mehreren 100 Metern verstreut.
Foto:O.Renter

Der Ahrensburger war in dem völlig deformierten Wagen eingeklemmt. Mehrere Ersthelfer, darunter eine Notärztin, holten den bereits leblosen Mann aus dem Wrack heraus und versuchten, ihn zu reanimieren. Die Reanimationsversuche blieben erfolglos. Der Mann starb an der Unfallstelle. Sein völlig zerstörter Mercedes musste abgeschleppt werden.

Der Fahrer des Sattelzuges blieb unverletzt. An dem Heck des Sattelaufliegers wurde der Unterfahrschutz erheblich deformiert und die Beleuchtungseinrichtung stark verbogen. Der Sattelzug blieb auf dem Parkplatz Melmshöhe stehen. Der Fahrer wollte selbst eine Werkstatt aufsuchen, um die Schäden beheben zu lassen. Der Sattelzug war noch fahrbereit. Der Mini Cooper der 23- jährigen wurde durch die herumfliegenden Trümmerteile beschädigt. Die Trümmerteile waren auf mehreren hundert Metern der BAB 1 verteilt.

Gefahr durch herumwirbelnde Trümmerteile

Die 23-Jährige und ihre Beifahrerin blieben unverletzt. An dem Mini Cooper trugen die Frontscheibe, die Motorhaube und der Stoßfänger Schäden davon. Der Wagen war noch fahrbereit. Später meldete sich noch der Fahrer eines weiteren Sattelzuges bei der Polizei. Der 34-jährige Mann aus Teterow (Mecklenburg-Vorpommern) fuhr zu der Zeit von Lübeck aus in Richtung Hamburg auf der Autobahn. Die Windschutzscheibe seiner Sattelzugmaschine wurde durch herumwirbelnde kleinere Trümmerteile getroffen. Er blieb unverletzt und der Sattelzug war noch fahrbereit.

Der Rettungshubschrauber im Einsatz. Foto:O.Renter

Der Rettungshubschrauber im Einsatz.
Foto:O.Renter

Der Sachschaden wird auf circa 17.500 Euro geschätzt, darunter elf Elemente der Schutzplanken. Die Beamten des Polizei- Autobahn- und Bezirksreviers Bad Oldesloe sperrten die Autobahn 1 in Richtung Lübeck ab der Anschlussstelle Bad Oldesloe bis zur Anschlussstelle Reinfeld auf einer Länge von circa voll ab. Sie hoben die Vollsperrung gegen 23.20 Uhr wieder auf. Es hatte sich ein Rückstau von mehreren Kilometern gebildet. Der Stau hatte sich gegen 23.30 abgebaut. Die Ermittlungen zu der genauen Unfallursache dauern noch an.

Im Einsatz waren neun Streifenwagenbesatzungen, zwei Notärzte, ein Rettungswagen, der Rettungshubschrauber Christoph 12 landete, die Freiwillige Feuerwehr sowie ein Sachverständiger der DEKRA.

image_pdfimage_print
Teilen.

Kommentieren