Vortrag im Parador mit Andreas Bredenkamp: Mit Krafttraining richtig fit werden

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Ahrensburg. „Ausdauer“, lautet zumeist die Antwort auf die Frage, welches Training das Wichtigste sei, das Ausdauer- oder das Krafttraining? Ohne das Ausdauertraining in seinem Wert schmälern zu wollen, wird das Krafttraining in seinem Wert völlig unterschätzt. So beschreibt es der ehemalige Bodybuilder und heutige Sportwissenschaftler Andreas Bredenkamp. Er ist am Donnerstag, 7. Mai 2015, 19 Uhr im Parador zu Gast mit dem Vortrag „Der sichere Weg zu besserer Gesundheit und mehr Lebensqualität“.

Der ehemalige Bodybuilder und Sportwissenschaftler Andreas Bredenkamp hält am 7. Mai einen Vortrag im Parador. Foto:pm

Der ehemalige Bodybuilder und Sportwissenschaftler Andreas Bredenkamp hält am 7. Mai einen Vortrag im Parador.
Foto:pm

Im Sportstudio Parador reformiert Andreas Bredenkamp über moderne Erkenntnisse der Sportwissenschaft. Der Eintritt zu dem Vortrag kostet fünf Euro, aber: „Bringe einen Freund mit und der Abend ist für beide kostenlos!“, lädt Susanne Greve, Inhaberin des Studios, ein. Aber Achtung: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, bitte schnell anrufen und anmelden unter Telefon: 04102 / 80 360.

Der Ganzkörpereffekt von Krafttraining

„Der Muskel ist das Erfolgsorgan“, sagt Andreas Bredenkmap. Aus leistungsphysiologischer Sicht dient das Herz den Muskeln lediglich als Energielieferant. Je schwächer der Muskel, umso weniger Energie wird benötigt und umso schwächer wird auch das Herz. Kurz gesagt: Ohne Muskeln keine Bewegung, ohne Bewegung kein gesundes und leistungsfähiges Herz.

Starke Muskeln verbessern die Haltung. Wenn die so genannte Haltungsschwäche die Ursache für die Mehrzahl der Rückenprobleme darstellt, so ist in Bezug auf die Haltung die gemeinte Schwäche eine Schwäche der Muskeln. Nur kräftige Muskeln puffern die Stöße auf die Bandscheiben im Alltag und stützen die Wirbelsäule in ihrer physiologischen Form.

Der Muskel schützt und schont die Gelenke. Je schwächer der Muskel, umso größer wird das Spiel im Gelenk. Hat das Gelenk Spiel, schlägt es bis es ausgeschlagen ist. Nur ein starker Muskel umspannt das Gelenk und hält es fest zusammen. Durch das geringe Spiel im Gelenk wird der Verschleiß vermindert und die Gelenke bleiben gesund. Gesunde und leistungsfähige Gelenke sind die Voraussetzung für schmerzfreies Bewegen. Ausreichende Bewegung wiederum sorgt für ein gesundes und leistungsfähiges Herz.

Bedeutung für die Gelenke, die Haltung, das Übergewicht

Muskelarbeit erhöht die Knochendichte. Ohne den Zug der Muskeln fehlt den Knochen der Auftrag, ihre Dichte zu erhöhen. Sie werden spröde und brüchig. Damit schützen starke Muskeln nicht nur die Gelenke, sondern sie fördern und erhalten auch die Knochenstruktur.

Eine kräftige Muskulatur verbessert die Koordination. So wird durch kräftige Muskeln die Trittsicherheit erhöht und Unfälle reduziert. Dass Menschen mit einer höheren Beinkraft statistisch gesehen älter werden, ist auf diesen Umstand zurückzuführen, denn insbesondere Oberschenkelhalsbrüche stellen für Menschen in hohem Alter ein ernstzunehmendes Risiko dar.

Muskeln beugen dem Übergewicht vor, denn der Muskel benötigt Energie. Ob die Muskeln gebraucht werden oder nicht, ein Kilo Muskulatur benötigt am Tag als Faustregel 100 kcal. Weil die Menschen mit zunehmendem Alter an Muskulatur verlieren, sinkt ihr Grundumsatz, sodass die zugeführten Kalorien als Körperfett gespeichert werden. Ein starkes und leistungsfähiges Muskelkorsett ist daher der beste Schutz gegen Fettleibigkeit.

Andreas Bredenkamp

Andreas Bredenkamp ist Sportwissenschaftler und Autor diverser Bücher. „Verfallen Sie nicht in einen unüberlegten Aktionismus“, betont er. „Fahren Sie nicht einfach Fahrrad, heben Sie nicht einfach Gewichte und versuchen Sie nicht, durch ein Glas Wein am Abend besser in den Schlaf zu kommen.“ Warum all‘ diese Fragen miteinander in Zusammenhang stehen und wie man sie wirkungsvoll löst, erläutert Andreas Bredenkamp bei dem Vortrag im Parador.

 

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