Mozart als Tango: Neue Klänge mit dem Trio Neuklang im Pferdestall

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Ammersbek (sam). Der Tango wurde ab 1920 von Argentinien in alle Teile der Welt exportiert, insbesondere nach Europa und Japan, sogar Finnland hat eine intensive Tangszene. In vielen Ländern wurde er zur eigenständigen Kunstform weiterentwickelt. Das macht das Trio Neuklang auch ein Stück weit: Es bietet mit einem Crossover aus Klassik und Tango ganz neue Klänge – Neuklang eben. Zu erleben war das jetzt im Ammersbeker Pferdestall.

Das Trio Neuklang im Ammersbeker Pferdestall. Foto:S.Mascher

Das Trio Neuklang im Ammersbeker Pferdestall.
Foto:S.Mascher

Einen ganz besonderen Ansatz zur Weiterentwicklung des Tangos hat das Trio Neuklang gefunden. Die drei Musiker Nikolay Abramson, Klarinette, Arthur Hornig, Violoncello und Jan Jachmann, Akkordeon, präsentierten ihr neues Programm „Lost in Tango“. Die Eigenkompositionen sind nicht nur eine Reise durch die Zeit, sondern auch durch die Klassischen Werke berühmter Künstler. Wer hat je  Musik von Wolfgang Amadeus Mozart oder Johann Sebastian Bach, Franz Schubert oder Peter Tschaikowski und vielen anderen als Tango gehört?

Die Künstler beherrschten ihre Instrumente meisterhaft. Vielen Besuchern waren sie  von ihrem Auftritt in Ammersbek vor drei Jahren schon ein Begriff. Das Publikum honorierte die Virtuosität sowohl der Musikstücke als auch deren Vortrag immer wieder mit lautstarkem Beifall und Bravorufen. Dass dies trotzdem doch sehr dünn klang, lag einzig und allein an der leider recht geringen Besucherzahl. Diese Musiker hätten ein größeres Publikum verdient.

Wer sich auf den hoffentlich nächsten Auftritt des hochkarätigen Ensembles vorbereiten möchte, kann ihre Musik auch auf CD genießen.

 

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