Ammersbeker Kulturkreis: Das Leben und Werk Oskar Kokoschkas

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Ammersbek (je/pm). Eine beliebte Reihe setzt sich fort: Zum wiederholten Male kommt die Kunstinterpretin Veronika Kranich zum Ammersbeker Kulturkreis, um über einen berühmten Maler zu sprechen. Am Sonnabend, 9. Mai 2015, stellt sie das Leben und Werk des Künstlers Oskar Kokoschka (1886-1980) in einem Vortrag vor.

Selbstbildnis des Malers Oskar Kokoschka. Foto: Ammersbeker Kulturkreis

Selbstbildnis des Malers Oskar Kokoschka. Foto: Ammersbeker Kulturkreis

Oskar Kokoschka war ein österreichischer Maler, Grafiker und Schriftsteller des Expressionismus und der Wiener Moderne. Er wurde als zweiter Sohn des Handelsreisenden Gustav J. Kokoschka in Pöchlarn (Niederösterreich) geboren. Ein Jahr nach seiner Geburt zog die Familie nach Wien um. Dort besuchte Oskar Kokoschka von 1905 bis 1909 die Kunstgewerbeschule. Besonders die Werke von Gustav Klimt und Vincent van Gogh beeinflussten ihn. Erste expressive Dichtungen und Dramen entstanden.

Stationen von Oskar Kokoschka

Im Ersten Weltkrieg meldete er sich als Freiwilliger und wurde im August 1915 in der Ukraine schwer verwundet. 1917 siedelte er nach Dresden über. Von 1919 bis 1923 hatte er dort eine Professur an der Kunstakademie inne. In den folgenden Jahren unternahm Kokoschka ausgedehnte Reisen durch Europa, Nordafrika und Gebiete um das östliche Mittelmeer, die ihn zu zahlreichen Stadtansichten und Landschaftsbildern inspirierten.

1933 kehrte er nach Wien zurück. Unter dem Eindruck rechtsradikaler Bestrebungen in Wien emigrierte Kokoschka 1934 nach Prag. Nach der Verkündung der Mobilmachung in der Tschechoslowakei im Mai 1938 flüchtete Oskar Kokoschka erneut, diesmal nach Großbritannien. Seine Werke wurden von den Nationalsozialisten als entartete Kunst diffamiert, teilweise zerstört und aus den Museen entfernt. 1953 zog Kokoschka nach Villeneuve am Genfer See und lebte dort bis zu seinem Tod im Jahre 1980.

Der Vortrag beginnt um 16 Uhr in der Kirchengemeinde Hoisbüttel, An der Lottbek 22-26, Ammersbek. Bereits ab 15.30 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen. Der Eintritt kostet zehn Euro, für Mitglieder acht Euro.

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