Bilanz: Kinderschutzbund schaut auf aktives Jahr zurück

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Bargteheide (je/pm). Auf der Jahresmitgliederversammlung des Deutschen Kinderschutzbundes Stormarn blickte der Vorstand auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Der Verein setzt sich seit 35 Jahren aktiv für den Schutz von Kindern vor Gewalt und Misshandlung ein.

Jedes blaue Fähnchen steht für ein Kind in Stormarn, dass von Armut betroffen ist.

Jedes blaue Fähnchen steht für ein Kind in Stormarn, dass von Armut betroffen ist.

Entstanden aus einer kleinen Gruppe engagierter Bargteheider Frauen und Männer, hilft der Deutsche Kinderschutzbund in seinen Kinderhäusern Blauer Elefant in Ahrensburg, Bad Oldesloe und Bargteheide jedes Jahr tausenden von Kindern, Jugendlichen und Menschen in Erziehungsverantwortung. Das bedeutet auch, dass der Deutsche Kinderschutzbund mittlerweile Arbeitgeber von knapp 60 hauptamtlichen und 231 ehrenamtlichen Mitarbeitern ist.

Dank für Spenden und Unterstützung

Auch wenn die vielen Hilfsangebote sehr gut angenommen werden, macht sich der Deutsche Kinderschutzbund Sorgen. Die erste Vorsitzende Birgitt Zabel erklärt: „Viele unserer Angebote sind öffentlich gegenfinanziert, das sind Hilfsmaßnahmen, auf die Eltern laut Gesetz ein Recht haben. Wir stellen aber fest, dass viele Mittel in wichtigen Bereichen nicht ausreichen. Hohe Eigenmittel mussten wir in den Frühen Hilfen, in der Beratungsarbeit, bei den Angeboten für Alleinerziehende, beim Elterntelefon, der offenen Arbeit im Kinderhaus Blauer Elefant Ahrensburg und beim Familienhilfe-Notfonds aufbringen.“ Das seien Kosten von nahezu 180.000 Euro, die im vergangenen Jahr vor allem durch Spenden aufgebracht werden mussten,ergänzt Ingo Loeding, Geschäftsführer des Deutschen Kinderschutzbundes.

„Meist handelt es sich um eine Ausweitung der Angebote, weil der Bedarf in vielen Familien höher ist als vermutet. Insbesondere in Bezug auf die Frühen Hilfen werden wir uns deshalb noch in diesem Monat an die Kreisverwaltung und die Politik wenden und darum bitten, die vorhandenen Mittel deutlich aufzustocken“, so Ingo Loeding. „Wir danken aber auch den vielen Spenderinnen und Spendern, die die Arbeit des Kinderschutzbundes im Kreis Stormarn unterstützen. Ohne ihre Hilfe wäre vieles nicht möglich“, äußert Birgitt Zabel.

Im Bereich der Frühen Hilfen arbeiten zurzeit vier Familienhebammen kreisweit und fast 30 ehrenamtliche
Familienpaten. Belasteten Familien wird schon vor der Geburt ihres Kindes eine Unterstützung gegeben. Das Angebot wurde in enger Kooperation mit dem Kreis Stormarn eingerichtet und ist äußerst erfolgreich. Im letzten Jahr wurden 125 Familien betreut.

Der Familienhilfe-Notfonds unterstützt Familien in akuten finanziellen Notsituationen mit kleinen Zuschüssen, um ihre Lebenssituation wieder zu stabilisieren. Die Nachfrage ist seit Einführung von Hartz IV beständig gewachsen. 2014 wurden über 42.000 Euro ausgeschüttet, von denen knapp die Hälfte von der Sparkassen-Sozialstiftung getragen wurde. Der Rest waren Spendengelder.

Den aktuellen Jahresbericht des Deutschen Kinderschutzbundes können Sie in der Geschäftsstelle unter der Telefonnummer 0 45 32 / 28 06 80 oder unter info@dksb-stormarn.de anfordern oder im Internet einsehen unter www.kinderschutzbund-stormarn.de .

Quelle: Kinderschutzbund Stormarn

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