St. Johannes: Preisträgerkonzert von „Jugend musiziert“ ein voller Erfolg

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Ahrensburg (je/pm). Das Preisträgerkonzert von „Jugend musiziert“ mit 13 ersten Landespreisträgern beeindruckte das Publikum am vergangenen Wochenende in der St. Johanneskirche.

Preisträger von "Jugend musiziert" in der St. Johanneskirche. Foto: Förderverein St. Johannes

Preisträger von „Jugend musiziert“ in der St. Johanneskirche. Foto: Förderverein St. Johannes

Den Anfang machte ein Cello-Oktett mit einem Werk des brasilianischen Komponisten Villa-Lobos. Es setzte nicht nur optisch durch das achtfach schimmernde Holz, sondern auch musikalisch das erste Glanzlicht: Wuchtig im Gesamtklang und dennoch transparent und diszipliniert im Zusammenspiel.

„Technisch und musikalisch reif“

Die Großhansdorferin Sandra Ferst, Mutter eines der Cellisten, hatte das Programm des Konzertes aus elf Einzelbeträgen zusammen gestellt und mit zahlreichen Highlights bestückt. Zu viele, um sie alle zu würdigen. Nur stellvertretend seien deshalb einige herausgegriffen: Der erst 13-jährige Saxophonist Anton-Johann Gross mit seiner makellosen Darbietung eines anspruchsvollen Werks von Ryo Noda. Oder die 18-jährige Pauline Johanna Gude, eine weitere Cellistin, die die bogentechnischen Herausforderungen eines Stücks von Benjamin Britten eindrucksvoll meisterte.

„Technisch und musikalisch unglaublich reif“, urteilte der anwesende Ahrensburger Musikwissenschaftler Lutz Lesle. In der Tat: Wer nur mit geschlossenen Augen der Musik zugehört hätte, dem wäre über lange Strecken nicht aufgefallen, dass die Künstler auf der Bühne oft nicht weit vom Konfirmationsalter entfernt waren.

Wer aber hinschaute, entdeckte den besonderen Charme dieses Konzerts: das schüchterne Lächeln des jungen Saxophonisten bei der Schlussverbeugung. Den verschmitzten Seitenblick, den der jugendliche Begleiter „seiner“ Solistin vor einem schwierigen Einsatz zuwarf. Oder Musiker, die sich in der Pause vor der Kirche mit einem kleinen alten Fußball die Zeit vertrieben.

Nach einer zweiten an Höhepunkten reichen Konzerthälfte bildeten zwei Werke von Beethoven und Brahms den effektvollen Abschluss. Sie wurden von Felicitas Schiffner an der Violine und Constantin Schiffner am Flügel mit einer Präzision und fulminanten Energie vorgetragen, die das Publikum mit Beifall nahezu in Orkanstärke beantwortete.

In seinem kurzen Schlusswort dankte Hans Peter Hansen als Vorsitzender des Fördervereins St. Johannes, Ausrichter des Preisträgerkonzerts, den Nachwuchskünstlern für ihre „hochkarätige Leistung“. Er hob auch die „hochklassige Kulturarbeit“ hervor, die an der Schlosskirche gemacht werde, „und das mitten in der schwersten Krise unserer Gemeinde“. Und er dankte zuletzt dem Publikum, das durch den Besuch von Kirchenveranstaltungen „uns Kraft und Bestätigung für unsere Arbeit gibt.“

Quelle: Förderverein St. Johannes

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