Vernissage mit Trommelwirbel: Bilder und Skulpturen in der Galerie Jürgensen

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Hoisdorf (je/pm). Ab Sonntag, 17. Mai 2015, stellt die Galerie Jürgensen in Hoisdorf Bilder von Helmut Helmes und Skulpturen von Christian Ruckdeschel aus. Beide Künstler sind bei der Vernissage anwesend. Die Ausstellung wird um 16 Uhr mit einem Trommelwirbel des Drummers Levi Petersen eröffnet.

"Wimpernzittrige" in Öl auf Leinwand - ein Bild des Malers Helmut Helmes. Foto: H. Helmes

„Wimpernzittrige“ in Öl auf Leinwand – ein Bild des Malers Helmut Helmes. Foto: H. Helmes

Es ist ein großes Vergnügen, sich mit den Bildern von Helmut Helmes auseinander zu setzen. Der Künstler aus dem Oldenburger Land, 1949 geboren, in Osnabrück und Bremen ausgebildet, malt das, was ihn täglich umgibt: Landschaften, Pflanzen, Tiere und andere Portraits. Er tut es auf eine hintersinnige und ungewöhnliche Weise, denn er holt sein Sujet so dicht heran und geht in eine solch extreme Nahsicht, dass wir uns völlig verblüfft als Winzlinge in einer riesigen Urwiese wiederfinden oder ganz unvermittelt einer großen Kuh in die friedlichen Augen sehen. Dazu trägt er die Farbe so dick auf, dass das Farbrelief die überwältigende Präsenz des Bildobjekts bricht und ins Ungegenständliche treibt.

Helmut Helmes macht es möglich, dass wir uns in der Natur verlieren und uns als ein Teil von ihr wiederfinden. Mit Witz und Geist stellt er immer wieder die Frage: Wer guckt wen an und wer ist klüger? Wir sind berührt, beeindruckt und nachdenklich gestimmt.

Skulpturen aus Stein

Christian Ruckdeschel aus dem Fichtelgebirge, 1970 geboren, in Nürnberg ausgebildet, wendet sich auf der Suche nach übergreifenden, grundlegenden Erscheinungsformen und Zusammenhängen unseres menschlichen Daseins der Bildhauerei zu: „Die skulpturalen Elemente wie Material, Form, Raum, Konstruktion und Rhythmus haben ihre jeweiligen Entsprechungen im körperlichen Erfahrungsschatz. So entspricht das Material dem fleischlichen Körper, die Form der Emotionalität, der Raum den Seelenräumen und die Konstruktion der Rationalität.“

Fossil aus Granit, Basalt, Marmor und Epoxydhard des Künstlers Christian Ruckdeschel. Foto: C. Ruckdeschel

Fossil aus Granit, Basalt, Marmor und Epoxydhard des Künstlers Christian Ruckdeschel. Foto: C. Ruckdeschel

Seine Skulpturen arbeitet der Bildhauer aus dem natürlichen Material Stein, Kalkstein, Granit, Basalt, Marmor, Diabas, das ihn von jeher fasziniert und herausfordert. Dabei verbindet er zwei entgegengesetzte Tätigkeiten, nämlich die abtragende und die aufbauende. Manche Skulpturen sind aus einem einzigen großen Stein herausgearbeitet, andere dagegen aus verschiedenen Steinsorten zusammengesetzt. In ihrer reichen Allansichtigkeit, ihrer farbigen Materialvielfalt und ihrer meisterlichen Bearbeitung sind sie hochästhetische Gebilde von kraftvoller Klarheit.

Zum Start der Ausstellung am Sonntag, 17. Mai 2015, um 16 Uhr spielt Levi Petersen aus Neumünster Kompositionen auf seinem Drum Set. Die Bilder und Skulpturen sind bis Sonntag, 28. Juni 2015, zu besichtigen. Die Öffnungszeiten erfahren Sie unter www.galerie-juergensen.de oder telefonisch unter 0 45 34 / 73 14.

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