Ermittlungsgruppe Florian aufgelöst/Pkw-Brände weiterhin nicht aufgeklärt

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Ahrensburg (ve/ots). Die Ermittlungsgruppe ‘Florian’ hat ihre Arbeit zum Ende April eingestellt. Das hat die Polizeidirektion Ratzeburg jetzt bekannt gegeben. Die Ermittlungsgruppe hatte am 22. September 2014 ihr Arbeit aufgenommen, um Brandstiftungen in Ahrensburg und Umgebung aufzuklären. Einige Tatverdächtige konnte sie ermitteln, doch insbesondere die Auto- und Carportbrände in Ahrensburg sind weiterhin nicht aufgeklärt.

Brandstiftungen in Ahrensburg: Im Februar wurde dieses Auto in der Straße Am Alten Markt vermutlich in Brand gesteckt.

Brandstiftungen in Ahrensburg: Im Februar wurde dieses Auto in der Straße Am Alten Markt vermutlich in Brand gesteckt.

“Seit der Einrichtung der Ermittlungsgruppe sind die Fallzahlen von Bränden kontinuierlich und spürbar zurückgegangen”, heißt es in der Mitteilung der Polizei, “so dass die Ermittlungsgruppe Florian als Organisationseinheit der Kriminalinspektion Bad Oldesloe mit Datum vom 30. April 2015 aufgelöst wurde.” ‘Florian’ setzte sich zunächst aus vier Beamten der Kriminalpolizei Ahrensburg und der Polizeizentralstation Bargteheide zusammen und wurde zeitweise durch zwei weitere Beamte der Wasserschutzpolizei Ratzeburg verstärkt.

Ermittlungen in 178 Fällen von Brandlegungen

Insgesamt seien im Zuge der “sehr umfangreichen und aufwändigen Ermittlungen” 178 Brandlegungsdelikte bearbeitet und vier Tatkomplexen zugeordnet worden. Das sind zum einen die Brandlegungen in Ahrensburg/Ahrensfelde sowie Container- und Pkw-Brände in Ahrensburg, ein Täter agierte überörtlich, ein vierter Bereich sind sonstige Straftaten.

Was war die Aufgabe der Ermittlungsgruppe Florian? Sie hat Tatverdächtige verhört – deren Aussagebereitschaft “gering” gewesen sei, so die Polizei – und umfangreiche Auswertungsarbeiten unternommen. Dadurch konnte sie in “diesem sehr schwierigen Deliktsbereich” 70 Taten 15 Tatverdächtigen zuordnen.

Die Ermittlungen umfassten zum Beispiel die Vollstreckung von insgesamt 60 strafprozessualen Beschlüssen sowie die Auswertung von sichergestellten oder beschlagnahmten Handys und deren Informationsgehalt. Dabei erfolgen mehr als 100 Vernehmungen von Zeugen und Beschuldigten.

Weiterhin nicht aufgeklärt: 83 Container- und 19 Pkw-Brände

Entscheidend für Ahrensburg: Insgesamt neun Brände in Ahrensfelde wurden vier Feuerwehrkameraden und zwei Tatbeteiligten zugeordnet, die derzeit vor Gericht stehen oder auf ihren Prozess warten. 83 Container- und 19 Pkw-Brände im Bereich Ahrensburg konnten weiterhin nicht aufgeklärt werden. In diesen Fällen haben Ermittlungen keine Beweise gegen bestimmte Verdächtige ergeben.

Auch nach Auflösen der Ermittlungsgruppe Florian seien noch „Restermittlungen“ durchzuführen, die unter Umständen noch zur beweiskräftigen Aufklärung weiterer Taten führen können, hofft die Polizei.

Diese Aufgabe werde jetzt wieder durch die Kriminalpolizei wahrgenommen. Aus dem Personalbestand der Ermittlungsgruppe Florian verbleibt noch ein Beamter temporär bei der Kriminalpolizei Ahrensburg, bis diese Ermittlungen abgeschlossen sind.

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