KunstBetriebe: Projekt vereint Künstler und Unternehmen

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Lübeck (je/pm). KunstBetriebe – Der Name ist Programm. Künstler erstellen Skulpturen mit den Werkstoffen von Betrieben. Diese besondere Projektidee von Bettina Thierig geht in die zweite Runde. Unterstützung erhält die Lübecker Künstlerin von den Stiftungen der Sparkasse Holstein als Projektträger, der Stiftung der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck „Pro Economia“ und der Possehl-Stiftung.

Lars Schöning, Hauptgeschäftsführer IHK zu Lübeck, Bettina Thierig, Künstlerin und Projektleiterin, Dr. Katharina Schlüter, Dr. Martin Lüdiger und Renate Menken unterstützen das Projekt KunstBetriebe. Foto: IHK, C. Özren

Lars Schöning, Hauptgeschäftsführer IHK zu Lübeck, Bettina Thierig, Künstlerin und Projektleiterin, Dr. Katharina Schlüter, Dr. Martin Lüdiger und Renate Menken unterstützen das Projekt KunstBetriebe. Foto: IHK, C. Özren

Bis Ende 2015 werden verschiedene Künstler in Betrieben Skulpturen erarbeiten. Das Projekt endet 2016 mit drei Abschlussausstellungen, für die es einen Katalog geben wird. Für das Frühjahr 2016 ist eine Ausstellung in der Kunsthalle St. Annen im Museumsquartier in Lübeck geplant. Weitere Ausstellungsorte sind die Landesgartenschau in Eutin und die Galerie im Ahrensburger Marstall.

KunstBetriebe erstmals 2012 durchgeführt

Wie bereits im Jahr 2012 bilden Künstler und Unternehmer ein Team. Die Aufgabe des Künstlers ist es, aus dem im Betrieb vorhandenen Material eine Skulptur zu entwickeln. Dieses Mal sind beispielsweise Aluminiumtüren, Granit-Treppenstufen, Papier und Autokennzeichen bildhauerische und künstlerische Herausforderungen. Ziel des Projektes ist die Förderung des gegenseitigen Verständnisses zwischen Wirtschaft und Kultur. „Die Künstler arbeiten in den Betrieben. Daraus ergibt sich die neue und anregende Situation, mit fremden und bislang unbekannten Materialien zu arbeiten“, erläutert Projektleiterin Bettina Thierig.

Dr. Martin Lüdiger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Holstein, ergänzt: „Die Anwesenheit und die Arbeit eines Künstlers oder einer Künstlerin im Betrieb wecken bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Verständnis und Interesse an künstlerischen Vorgängen.“ Dabei sei es unerheblich, wie groß das beteiligte Unternehmen sei. „Wichtig ist, dass sich die Beschäftigten mit der Kunst und der bisher ungeahnten Verwendung der eigenen Materialien auseinandersetzen“, so Dr. Martin Lüdiger. Dem stimmt Bettina Thierig zu: „So entsteht eine Win-Win-Situation für beide Seiten, denn die Künstler erhalten Einblicke in die Produktion und lernen die Betriebe von innen kennen. Das fördert auf beiden Seiten die Identifikation und bringt neue Ideen für Kooperation hervor.“

Im Zuge dieses ungewöhnlichen Projektes entstanden vor drei Jahren aus Flaschenbürsten, Pflanzen und Tabak spektakuläre Skulpturen. Die vielen positiven Erfahrungen aus dem ersten Durchlauf ermunterten Bettina Thierig, die Idee ein zweites Mal zu verwirklichen, allerdings mit einem erweiterten Konzept. Denn diesmal sind auch dänische Unternehmen und dänische Künstler dabei. „Ein Zusammenwachsen von Kunst und Betrieb unterstützt den Ansatz der Region, das Bewusstsein von Kunst als wichtigen Standortfaktor bis hin zum eigenständigen Wirtschaftselement zu stärken“, betont Lars Schöning, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck.

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