Bitte weitersagen: Phönix Freizeitschule bietet Spiel und Spaß für Flüchtlingskinder

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Ahrensburg (je/pm). Auf der Wiese hinter der Stadtbibliothek Ahrensburg spielen und lachen jeden Mittwochnachmittag Kinder. Seit Mitte April 2015 kommen regelmäßig sieben bis zwölf Kinder, um mit Asma und Roana, mit Micaela und manchmal auch mit Jakob oder Laura eineinhalb schöne Stunden zu verbringen. Die Initiative „Phönix Freizeitschule“ von den „Erzählern ohne Grenzen“ entwickelte ein vielseitiges Programm für die Arbeit mit Flüchtlingskindern.

Mittwoch Nachmittag: Flüchtlingskinder vergnügen sich unter Anleitung auf dem Stormarnplatz. Ein Angebot Initiative "Phönix Freizeitschule" von den "Erzählern ohne Grenzen" für die Arbeit mit Flüchtlingskindern. Foto: M. Sauber

Mittwoch Nachmittag: Flüchtlingskinder vergnügen sich unter Anleitung auf dem Stormarnplatz. Ein Angebot Initiative „Phönix Freizeitschule“ von den „Erzählern ohne Grenzen“ für die Arbeit mit Flüchtlingskindern.
Foto: M. Sauber

Die Kinder haben mit ihren Eltern ihre Heimat verlassen und leben jetzt in Ahrensburg. Sie kommen aus Syrien, Afghanistan, Iran und dem Irak. Ihre Muttersprachen sind arabisch, kurdisch, farsi. Manchmal können sie etwas deutsch, lernen wollen sie es alle. Und sie sind offen für neue Freundschaften.

Spielen, staunen, lernen

Das Freizeitprogramm ist für Kinder zwischen fünf und zehn Jahren geeignet. „Herrlich ist das Spiel auf der Wiese, die Klatschrhythmen“, beschreibt es Büchereileiter Thomas Patzner mit leuchtenden Augen. Der kleine zweijährige Khadat taucht regelmäßig auf, wenn die Kinder mit ihren jungen und fröhlichen Begleiterinnen nach 45 Minuten wieder in die Bibliothek kommen. Er sitzt und staunt Roana an, die auf deutsch sehr einfache Märchen erzählt. Dann malt er begeistert mit bunten Wachskreiden auf einem großen Blatt Papier oder einem Malbrett. Im Schlusskreis macht er die Bewegungen mit, die den Spruch begleiten. „Über mir der Himmel, unter mir die Erde, und hier bin ich.“ Der Anfangs- und der Abschlusskreis bildet Gemeinschaft und ist zu einem Ritual geworden.

Mittwoch Nachmittag: Flüchtlingskinder spielen unter Anleitung  in der Stadtbücherei. Ein Angebot Initiative "Phönix Freizeitschule" von den "Erzählern ohne Grenzen" für die Arbeit mit Flüchtlingskindern. Foto: M. Sauber

Mittwoch Nachmittag: Flüchtlingskinder spielen unter Anleitung in der Stadtbücherei. Ein Angebot Initiative „Phönix Freizeitschule“ von den „Erzählern ohne Grenzen“ für die Arbeit mit Flüchtlingskindern.
Foto: M. Sauber

Die Initiative „Phönix Freizeitschule“ von den „Erzählern ohne Grenzen“ ist mit dem Programm für Flüchtlingskinder auch in Hamburg aktiv. Asma Qwaider kommt aus Gaza, Palästina, und hat viel Erfahrung im Umgang mit Kindern in schwierigen Verhältnissen aus ihrer Heimat mitgebracht. Roana Falkenberg studierte Ethnologie und Islam Wissenschaft und hat sich dem Erzählen von Märchen und der Notfall- und Erlebnispädagogik zugewandt. Sie ist mit „Erzähler ohne Grenzen“ bereits durch Palästina gereist. Micaela Sauber ist Seniorin und eine bekannte Märchen- und Geschichtenerzählerin. Sie ist heilpädagogisch ausgebildet und erfahren in trauma- und notfallpädagogischen Einsätzen in Kriegs- und Krisengebieten. Asma, Roana und Micaela leben in Hamburg.

Die Kosten für die Aktivitäten in Ahrensburg sind bisher durch Spenden von „Erzähler ohne Grenzen“ im Förderverein Märchen getragen worden. Das Programm soll bis Ende Juli 2015 weiter gehen. Ob es nach den Ferien wieder aufgenommen werden kann, hängt vor allem von der Finanzierung ab. Eine kleine Anschubfinanzierung für Material und Aufwand hat „Erzähler ohne Grenzen“ im Förderverein Märchen aus seinem Spendentopf übernommen. Annegret Klusmeier konnte von der Allmende Wulfsdorf eine Spende zur Deckung der Fahrtkosten bis zum Sommer überbringen. Um dieses Programm im Herbst 2015 weiter anbieten zu können, bittet der Förderverein Märchen für die „Erzähler ohne Grenzen“ um Unterstützung.

Quelle: Stadtbücherei Ahrensburg

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