Bildungsministerium: 400 neue Mitarbeiter Schulische Assistenz/Schulbegleitung gesichert

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Kiel (ve/pm). Schulbegeleitung und Schulische Assistenz bleiben in ihrer Eigenständigkeit erhalten, so teilt es der SPD-Landtagsabgeordnete Martin Habersaat, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, mit. Nicht nur bleibe die Schulbegleitung bestehen, auch werde das Land 400 Kräfte zusätzlich einstellen, die Grundschulen als Schulische Assistenz begleiten sollen, so Habersaat.

Grundschule-Kindern, die Hilfe brauchen, soll die Schulische Assistenz helfen. Kinder mit Förderbedarf haben einen Anspruch auf Schulbegleitung. Foto: B. Hohenester, pixelio.de

Grundschule-Kindern, die Hilfe brauchen, soll die Schulische Assistenz helfen. Kinder mit Förderbedarf haben einen Anspruch auf Schulbegleitung. Foto: B. Hohenester, pixelio.de

An den Grundschulen neu eingerichtet wird zum Schuljahr 2015/2016 die Schulische Assistenz, teilt Habersaat mit. Hierfür würden mehr als 400 Kräfte beim Land, bei den Schulträgern oder freien Trägern angestellt werden, deren Aufgabe es ist, die Schulen im Kernbereich der pädagogischen Arbeit und auf dem Weg zur inklusiven Schule zu unterstützen. Die Kräfte, die über eine hinreichende Qualifikation verfügen, würden in den nächsten Wochen vom Land oder den Schulträgern ausgewählt und eingestellt, heißt es in der Mitteilung.

Durch die neue Unterstützungsstruktur im Grundschulbereich müssten auch die Wechselwirkungen mit den von den Kreisen und kreisfreien Städten erbrachten Leistungen neu abgestimmt werden. Unabhängig von diesem neuen Unterstützungsinstrument sei die individuelle Schulbegleitung, so der Abgeordnete. Dafür bestehe ein Rechtsanspruch nach dem Sozialgesetzbuch als Leistung zur Eingliederungshilfe. „Die Schulbegleitung ist nicht der Schule, sondern dem einzelnen Kind mit Förderbedarf zugeordnet“, stellte Habersaat klar.

Damit sei klar: Die Schulassistenz ersetze die Schulbegleitung nicht, sondern werde zusätzlich zu ihr eingerichtet. „Beide Systeme müssen sich ergänzen und ineinander greifen. Denn die Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf ist ein Auftrag an unsere gesamte Gesellschaft, dem sich das Land ebenso wie die Kreise und die kommunalen Schulträger stellen müssen“, so der Abgeordnete. „Ich freue mich deshalb darauf, dass es bald auch an unseren Schulen mit der Schulassistenz losgehen kann.“

Ministerien und Landkreistag stellten gemeinsam klar, dass auch im Grundschulbereich weiterhin ein Anspruch auf Schulbegleitung durch die Jugend- und Sozialhilfe besteht, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen. Jeder Einzelfall werde auch zukünftig im Bedarfsermittlungsverfahren durch die Jugend- und Sozialhilfeträger geprüft und die Anträge der Eltern beschieden. Habersaat: „Wegen des notwendigen Abstimmungsbedarfs zwischen den Aufgaben der Schulischen Assistenz und der Schulbegleitung sind die Anträge dieses Jahr zum Teil später beschieden worden, als es die Eltern aus den vergangenen Jahren kennen; nun werden aber in allen Kreisen die Entscheidungen getroffen.“

Beitragsbild: Birgitta Hohenester/pixelio.de

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