Lütjensee: Kleinkind vom Lkw angefahren

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Lütjensee (ve/ots). Bei einem schweren Verkehrsunfall am gestrigen Montag in Lütjensee wurde ein Kleinkind schwer verletzt. Es erlitt Knochenbrüche am Bein.

Der Zweijährige befand sich zusammen mit der sieben Jahre alten Schwester auf dem Gehweg vor dem Haus Bahnhofstraße (Landesstraße 92), als der Vater auf der gegenüberliegenden Straßenseite mit seinem Auto einparkte. Die Mutter befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Nähe, hatte aber keine unmittelbare Einwirkungsmöglichkeit auf ihre Kinder.

Ein 55 Jahre alter Berufskraftfahrer aus Hamburg befuhr zur gleichen Zeit mit dem Lkw einer Spedition aus dem Raum Pinneberg die Landesstraße 92 in Richtung Lütjensee. Nach Angaben eines Zeugen reduzierte der Lkw-Fahrer aufgrund der auf dem Gehweg stehenden Kinder seine Geschwindigkeit. Als der zweijährige Junge spontan in Richtung seines Vaters auf die Fahrbahn lief, wurde er trotz Notbremsung vermutlich von dem hinteren rechten Zwillingsreifen erfasst und schwerverletzt.

Der Junge wurde mit Verdacht auf Ober- und Unterschenkelfrakturen am linken Bein mit dem Rettungshubschrauber in das Wilhelmsstift nach Hamburg geflogen. Lebensgefahr besteht nach Auskunft der behandelnden Ärzte nicht.

 Strafverfahren wegen Fährlässiger Körperverletzung

Die eingesetzten Polizeibeamten haben die Daten des digitalen Kontrollgerätes gesichert. Sie werden jetzt durch das Polizei- Autobahn- und Bezirksrevier Bad Oldesloe ausgewertet und dienen in dem eingeleiteten Strafverfahren wegen Fährlässiger Körperverletzung als Beweismittel.

Hinweis der Polizei: Gemäß Paragraf 3 Abs. 2a StVO haben sich Fahrzeugführer gegenüber Kindern, hilfsbedürftigen und älteren Menschen insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft so zu verhalten, dass eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.

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