Ammersbeker Kulturkreis zeigt den Film „Willkommen auf Deutsch“

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Ammersbek (ve/pm). Der Ammersbeker Kulturkreis eröffnet seine Veranstaltungsreihe im zweiten Halbjahr 2015 mit dem Dokumentarfilm „Willkommen auf Deutsch“. Der Kulturkreis freut sich sehr, diesen Film mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ im Pferdestall zeigen zu können. Zu sehen ist er am Freitag, 21. August 2015, im Pferdestall, Am Gutshof 1 in Ammersbek, Beginn ist um 20 Uhr.

"Willkommen auf Deutsch, Dokumentarfilm von Hauke Wendler und Carsten Rau: Larisa mit ihrer Mutter und ihren fünf Brüdern aus Tschetschenien. Foto: Torsten Reimers © Pier53

„Willkommen auf Deutsch, Dokumentarfilm von Hauke Wendler und Carsten Rau: Larisa mit ihrer Mutter und ihren fünf Brüdern aus Tschetschenien.
Foto: Torsten Reimers © Pier53

Zum Inhalt des Filmes: Der idyllische Landkreis Harburg liegt zwischen Hamburg und der Lüneburger Heide. Dort entstand mitten in einem 400-Seelen-Dorf, das kaum über Infrastruktur verfügt, ein Asylbewerberheim – sehr zum Unmut der Dorfbewohner, die um „ihre Töchter bangen“ und den „Marktwert ihres Eigenheimes verfallen“ sehen, wie es im Film heißt. Gleichzeitig behaupten sie, sie hätten nichts gegen Ausländer. In dem Wohnheim fürchten derweil traumatisierte, aus Krieg und Hungersnot geflüchtete Männer, Frauen und Kinder um ihre Existenz.

Die Dokumentation zeigt den Alltag der neuen Nachbarn.

‚Willkommen auf Deutsch’: Prädikat „besonders wertvoll“

Die „Deutsche Film- und Medienbewertung“ hat dem Film das Prädikat „besonders wertvoll“ verliehen. Die beiden Regisseure Hauke Wendler und Carsten Rau greifen den aktuellen Diskurs über deutsche Flüchtlingspolitik auf, der durch die steigende Zahl von Asylbewerbern aus Krisengebieten neu befeuert wurde. Sie haben dafür über ein Jahr lang die Flüchtlinge, die Anwohner und den Bereichsleiter des Landkreises begleitet.

Dadurch gibt der Film nicht nur den betroffenen Flüchtlingen eine Stimme, sondern nimmt auch die Ängste und Sorgen der Anwohner ernst. „‚Willkommen auf Deutsch’ ist kontrovers, sehr emotional und auch amüsant und zeigt, dass die Situation schwierig, aber nicht hoffnungslos ist“, heißt es auf der Internetseite des Films.

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