Verein Pryvit: Ein ukrainischer Nachmittag mit Dank, Gesang und Tanz der Tschernobyl-Kinder

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Großhansdorf (ub). Mit ihrem großen Sommerfest haben sich die ukrainischen Kinder, die derzeit mit dem Verein „Pryvit – Hilfe für Tschernobyl-Kinder“ in Großhansdorf zu Gast sind, bei ihren Gastgebern bedankt. Wie seit langem ist das der Höhepunkt der besonderen Reise für diese Kinder, die aus der fernen Ukraine für drei Wochen nach Deutschland eingeladen werden. Mit dabei: die Generalkonsulin der Ukraine, Oksana Tarasyuk, und Bürgermeister Janhinnerk Voß.

Ukrainisches Sommerfest 2015 mit den Gastkindern des Vereins Pryvit auf dem Gelände des Schullandheimes Erlenried in Großhansdorf: Die Mädchen zeigen die ukrainische Tracht.  Foto:U.Blaßl

Ukrainisches Sommerfest 2015 mit den Gastkindern des Vereins Pryvit auf dem Gelände des Schullandheimes Erlenried in Großhansdorf: Die Mädchen zeigen die ukrainische Tracht.
Foto:U.Blaßl

Das gesamte Sommerfest stand unter dem Leitmotiv des Vereins: Gesundheit, Frohsinn und Völkerverständigung. Und so war es dann auch. Mehrfach wurde an den Krieg in der Ukraine erinnert und an das katastrophale Reaktorunglück am 26. April 1986. Aber an erster Stelle stand das Wohlergehen der 18 Kinder. Und die dankten es mit perfekt inszenierten Tanzeinlagen, Gedichten und Gesang auf der Anlage des Schullandheims „Erlenried“ in Großhansdorf.  Die kleine Juliana, anfangs ein bisschen scheu, stand selbstbewusst auf der Bühne und trug ein schönes Lied vor. Einige Jungs zitierten Gedichte, sogar eins auf Deutsch, das den Titel „Frieden“ trug.

Ukrainisches Sommerfest 2015 mit den Gastkindern des Vereins Pryvit auf dem Gelände des Schullandheimes Erlenried in Großhansdorf: Die Generalkonsulin der Ukraine, Oksana Tarasyuk. Foto:U.Blaßl

Ukrainisches Sommerfest 2015 mit den Gastkindern des Vereins Pryvit auf dem Gelände des Schullandheimes Erlenried in Großhansdorf: Die Generalkonsulin der Ukraine, Oksana Tarasyuk.
Foto:U.Blaßl

Ein besonders freudiger Moment war, als sich der Präsident des Round Table Ahrensburg, Jan Schwetlick, zu dem Vorsitzenden des Vereins Pryvit, Wulf Garde, gesellte und ihm einen Spendenscheck in Höhe von 5.000 Euro übergab, da war die Freude grenzenlos.

Dann meldete sich Wulf Garde zu Wort: „Ich danke dem Bürgermeister Voß, der das Projekt von der ersten Minute an unterstützte, und ohne ihn das alles gar nicht möglich wäre.“ Er erklärte, wie der Verein sich organisieren: Er arbeiten eng mit einem befreundeten Netzwerk in der Ukraine zusammen, deren Vorsitzende Valentina Kolesnikova am Vortag angereist war. In der Ukraine trifft eine Delegation die Vorauswahl der Kinder, die nach gesundheitlichen und sozialen Aspekten ausgewählt werden. Ziel ist es, den Kindern, die unter den gesundheitlichen Folgen der Reaktorkatastrophe leiden, für kurze Zeit eine Auszeit zu ermöglichen. Aktuell hat dies zu Zeiten der politischen Krise in der Ukraine noch an Brisanz gewonnen. Aber das alles schienen die Kinder an diesem Nachmittag vergessen zu haben. Die Sorgen, die Ängste. Statt dessen freuten sie sich an ihren Aufführungen und dem damit verbundenen Beifall.

Ukrainisches Sommerfest 2015 mit den Gastkindern des Vereins Pryvit auf dem Gelände des Schullandheimes Erlenried in Großhansdorf: Gruppenbild mit Bürgermeister - die Kinder bei ihrem Besuch im Rathaus Großhansdorf bei Bürgermeister Janhinnerk Voß. Foto:U.Blaßl

Ukrainisches Sommerfest 2015 mit den Gastkindern des Vereins Pryvit auf dem Gelände des Schullandheimes Erlenried in Großhansdorf: Gruppenbild mit Bürgermeister – die Kinder bei ihrem Besuch im Rathaus Großhansdorf bei Bürgermeister Janhinnerk Voß.
Foto:U.Blaßl

Volles Programm ohne Ängste und Sorgen

Seit zwei Wochen sind die 18 Kinder und ihre vier Betreuer aus der Ukraine in Deutschland. Sie werden medizinisch untersucht, gleichzeitig machen sie viele Ausflüge. Auch ein Besuch bei Bürgermeister Voß im Großhansdorfer Rathaus stand an. Und der freute sich und begrüßte jeden Einzelnen mit Handschlag und bemerkte: „Das kommt nicht so häufig vor, dass man bei Presseterminen in lachende Kinderaugen sehen kann.“ Und dann wollte er wissen, was den „Lütten“ am besten gefallen hat. Da waren sich nicht alle einig: Die einen fanden den Besuch im Norderstedter Erlebnisbad „Arriba“ toll, die anderen waren vom Ausflug in das Miniatur Wunderland begeistert. Einige begeisterte der Höhenausflug 30 Meter über der Erde bei der Großhansdorfer Freiwilligen Feuerwehr – aber alle waren sich einig, dass auch der Bootsausflug nach Finkenwerder und der Besuch in Hagenbecks Tierpark eine Reise wert war.

In der letzten Woche ihres Aufenthaltes machen die Kinder noch einen Ausflug an die Ostsee, ehe sie erholt und gestärkt in die Ukraine zurück fliegen. Und einige Arzttermine stehen auch noch an. Dazu Wulf Garde: „Man konnte in den letzten Jahren beobachten, dass die Kinder, die hier drei Wochen Erholungsferien verbracht haben, weniger anfällig für Infektionskrankheiten sind und viel fitter durch den Winter kommen.“

So berichtet ahrensburg24.de Mehr über den Verein Pryvit auf ahrensburg24.de

 

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