Zweites Wandelkonzert: Besondere Stimmen und volle Häuser

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Ahrensburg (ve). Von einem „vollen Haus“ kann bei der Veranstaltung „Wandelkonzert“ keine Rede sein – sondern von vollen Häuser. Konzerte wurden an drei Spielstätten gegeben, zur Verfügung standen genau 180 Eintrittskarten. Und die waren bis auf die letzte Karte ausverkauft. Ein Erfolg also für die zweite Auflage der neue Veranstaltungsreihe im Schlossensemble.

Zweites Wandelkonzert "Stimmen!!!" im Schloss Ahrensburg, der Schloßkirche und dem Marstall: Marey Burns brachte sehr emotional die Lieder von Billie Holliday zu Gehör.

Zweites Wandelkonzert „Stimmen!!!“ im Schloss Ahrensburg, der Schloßkirche und dem Marstall: Marey Burns brachte sehr emotional die Lieder von Billie Holliday zu Gehör.

Mit diesem Wandelkonzert soll die Einheit von Schloss, Marstall und Schlosskirche gestärkt werden. Und zwar am besten zu Fuß: Das Publikum muss zwischen den drei halbstündigen Vorträgen wandeln, also zur nächsten Spielstätte wandern. Nadelöhr ist dabei der Gartensaal des Schlosses, denn dort haben mit 60 Sitzplätzen am wenigsten Gäste Platz. Doch mehr wollten kommen: An der Abendkasse der Schlosskirche waren die Karten ausverkauft, die Besucher wurden zum Schloss geschickt. Dort gab es noch Restkarten, doch nicht mehr für alle. So hörten die letzten Ankömmlinge ein „Leider ausverkauft“.

Drei Stimmen: Billie Holliday, Frank Sinatra und Edith Piaf

Das Publikum erlebte drei Stimmen – Billie Holliday, Frank Sinatra und Edith Piaf. Natürlich nicht die echten, alle drei eint ihr Geburtsdatum vor genau 100 Jahren. Aber in wunderbarer Wiederauflage. Marey Burns sang von Sven Selle am Klavier begleitet Gospels der Bluessängerin nicht ganz so schwer, wie im Original, aber mit wunderbarem Klang und viel Emotionen. Am Ende dieses Vortrages stand das Lied „Strange fruit“, dass die Ermordung Schwarzer in Amerikas Süden drastisch beklagt. Wer dies Lied hört, muss schaudern – gerade, wenn es in einer Kirche wie der Schlosskirche gesungen wird.

Zweites WanZweites Wandelkonzert  "Stimmen!!!" im Schloss Ahrensburg, der Schloßkirche und dem Marstall: Wolfgang Schäfer, Vorsitzender des Freundeskreis Schloss Ahrensburg, einem der Veranstalter, begrüßte die Gäste im Schloss. "Wir hätten durchaus noch mehr Karten verkaufen können", bestätigte er.delkonzert "Stimmen!!!" im Schloss Ahrensburg, der Schloßkirche und dem Marstall: Wolfgang Schäfer, Vorsitzender des Freundeskreis Schloss Ahrensburg, begrüßte die Gäste im Schloss. "Wir hätten durchaus noch mehr Karten verkaufen können", bestätigte er.

Zweites Wandelkonzert „Stimmen!!!“ im Schloss Ahrensburg, der Schloßkirche und dem Marstall: Wolfgang Schäfer, Vorsitzender des Freundeskreis Schloss Ahrensburg, einem der Veranstalter, begrüßte die Gäste im Schloss. „Wir hätten durchaus noch mehr Karten verkaufen können“, bestätigte er.

Anna Haentjens trug Chanson von Edith Piaf vor. Natürlich die großen – „Non, je ne regrette rien“ oder „Milord“. Mit viel Temperament füllte Haentjens den Gartensaal. Doch nicht nur die Musik – am Flügel wurde sie begleitet von Ulrich Stolpmann -, sondern Passagen aus der Autobiografie, gelesen von Anna Haentjens, brachten dem Publikum die Piaf auf besondere Weise nahe.

Und schließlich der Dandy – Frank Sinatra. Der Sänger Patrick Scharnewski und der Pianisten Georg Feige fürchteten die Konkurrenz nicht, das Lied „“ zum Beispiel sei von 600 Interpreten in 1.300 Versionen gesungen worden. „Nun hören Sie die 1.301“, so Scharnewski. Bei dieser wie den anderen Songs blieb Scharnewski sich selber treu, sang sie gradlinig, präzise.

Patrick Scharnewski: „Das Publikum wandelt sich auch“

„Das besondere an Konzerten dieser Art“, sagen Scharnewski und Feige im Gespräch mit ahrensburg24.de, „ist, dass eben das Publikum wechselt. Und jedes Publikum reagiert anders. Worüber die einen lachen, das reizt die nächsten kaum.“ So müssten sie sich immer neu einstellen auf eine veränderte Atmosphäre im Saal. „Zum Beispiel ein sehr ruhiges Publikum, es schläft nicht unbedingt, sondern hört vielleicht ganz intensiv zu. So war es heute. Bei der ersten Vorstellung gab es viel Lachen, viel Reaktion. Das zweite Publikum blieb still – und applaudierte am Ende umso stärker.“

Das Wandelkonzert wird organisiert von zahlreichen Institutionen, neben den Veranstaltungsorten auch die Stadt Ahrensburg. Vielleicht haben die ja Lust, für 2016 erneut ein solches Konzert anzubieten, Publikum dafür scheint es genug zu geben.

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