Marstall: Literarisches Café, Konzert und Comedy

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Ahrensburg (je/pm). Konzert, Komisches oder Kaffee? Vor dieser Wahl stehen Sie, wenn Sie eine der drei Veranstaltungen im Marstall am 13. oder 14. September 2015 besuchen möchten. Auf dem Programm stehen Literatur rund um Matthias Claudius, Musik von Astor Piazzola und Comedy mit Horst Schroth.

Das Comeback von Lehrer Laux mit Horst Schroth. Foto: Kulturzentrum Marstall

Das Comeback von Lehrer Laux mit Horst Schroth. Foto: Kulturzentrum Marstall

Vor zweihundert Jahren, im Januar 1815, starb Matthias Claudius, der Dichter des „Abendlieds“, deutsche Ikone der Literatur und Redakteur der seit 1771 erscheinenden Zeitung Wandsbeker Bote. Welches Echo hat dieser bedeutende Dichter bis heute? Das Team des LitCafé wird am Sonntag, 13. September 2015, ab 15.30 Uhr für Aufklärung sorgen. Der Eintritt ist frei, Spenden erbeten.

Am Sonntag, 13. September 2015, geht es im Marstall um 18 Uhr mit einer musikalischen Reise nach Südamerika weiter. Christiane Carstensen an der Flöte und Ulf Mummert an der Gitarre entführen ihr Publikum in die magischen Klangwelten des argentinischen Komponisten Astor Piazzolla, der den Tango Nuevo begründete.

Südamerikanische Tangomusik im Marstall. Foto: Kulturzentrum Marstall

Südamerikanische Tangomusik im Marstall. Foto: Kulturzentrum Marstall

Es gibt nur an der Abendkasse Eintrittskarten zum Preis von 15 Euro.

Marstall ungezügelt: Turbulent, mitreißend, komisch – das Comeback von Lehrer Laux

Am Montag, 14. September 2015, um 20 Uhr, kommt Horst Schroth mit seinem Programm „Null Fehler – Lehrer Laux“ in den Marstall.

1994 erschien er zum ersten Mal auf der Bühne, Deutschlands Pädagoge Nummer 1, bedauert und bejubelt: Horst Schroths Lehrer Olaf Laux, mit dem von Publikum und Kritik gefeierten Kult-Programm „Null Fehler“. Exakt nach 20 Jahren ist Lehrer Laux wieder da.

Älter? Ja, klar! Reifer? Nicht so ganz! Aber kurz vor der Pensionierung, nach 40 dornenvollen Dienstjahren, zieht Olaf Laux Bilanz. Das Leben als Lehrer, Ehemann und Mensch hat tiefe Spuren hinterlassen. Denn Olaf, der überzeugte 68er, Frontschwein im Kampf für Reformen aller Art, stand schon vor 20 Jahren vor den Scherben seiner Ideale. Also einfach aufgeben? Niemals! Er stieg in den Ring. Gegen arrogante Bürokraten, inkompetente Politiker und ignorante Helicopter- Eltern. Unbeirrt hat er sein Ding durchgezogen und trotz aller Verlockungen dem betörenden Reiz der Frühpensionierung widerstanden.

Und heute? Ist er immer noch einer dieser hochgezüchteten Theoretiker, die alles, aber auch alles bis zur Gesichtslähmung ausdiskutieren müssen? Ist er immer noch der selbst ernannte Nonkonformist mit dem völlig uncoolen Mitsubishi-Bus, der aber heimlich vom Luxus träumt und nach sinnlichen Genüssen schmachtet? Was wurde aus seinen Statements wie zum Beispiel „Was soll ich denn sonst machen? Ich hab`doch nichts gelernt, ich war doch mein Leben lang in der Schule!“? Was wurde aus Olaf Laux, Lehrer für Deutsch und Geschichte? Was wurde aus seiner Ehe mit seiner Frau Marianne, Lehrerin für Erdkunde und Biologie? Konnten sie sich aus ihren miefig-ideologischen Zwangsjacken befreien?

Horst Schroth macht sich an die Arbeit, um diese Fragen zu klären. Als kongenialer Partner an seiner Seite ist natürlich auch diesmal, wie vor 20 Jahren schon, der Kult-Regisseur Ulrich Waller.

Es gibt noch Eintrittskarten für 25 und 20 Euro, im Vorverkauf oder Restkarten an der Abendkasse.

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