Lesermeinung zum Bürgermeisterwahlkampf: „Mehr Populismus zur Südumfahrung geht nicht!

4

Lesermeinung zum Beitrag „Bürgermeisterwahl in Ahrensburg: Kraftvoller Wahlkampf im Kirchsaal Hagen“ von Werner Haering, Ahrensburg

Mit seinem klaren „Ja“ zur Südumfahrung hat sich Christian Conring  den Bürgern und Bürgerinnen im Hagen als besonders „bürgernah“ gezeigt. Aber auch der Amtsinhaber Michael Sarach buhlte mit seinem prinzipiellem „Ja, aber“ zur Südumfahrung um die Stimmen der Hagener Bürger für die Wahl zum Bürgermeister. Lediglich Jörg Hansen, Bündnis 90/Die Grünen, sprach sich klar gegen die Südumfahrung aus, womit er vermutlich einige Wähler und Wählerinnen verprellt hat.

Gegen die Südumfahrung sprechen Verkehrsgutachten und der Masterplan Verkehr sowie Hamburgs kategorisches ‚Nein‘ zur Südumfahrung aus nachfolgenden Gründen:
1) Verkehrsaufkommen Brauner Hirsch mit 4.500 KFZ/je Tag rechtfertigt keine Umgehungsstraße.
2) Südumfahrung hat laut Masterplan Verkehr nur einen geringen Entlastungseffekt für das Stadtzentrum von Ahrensburg
3) Fundamentaler Eingriff in den geschützten Landschaftsraum  
4) Zerschneidung eines Biotopverbundes im Bereich Stellmoor und Ahrensburger Tunneltal
5) Südumfahrung verursacht Kosten von zirka 30 Millionen Euro und ist nicht förderfähig.

Den Befürwortern der Südumfahrung aus der Bürgerschaft vom Hagen scheint während der letzten Jahre der Blick für das Machbare und die Wirklichkeit verloren gegangen zu sein. Von der Politik und den Kandidaten zur Bürgermeisterwahl kann die Bürgerschaft von Ahrensburg jedoch erwarten, dass ihnen die in Wirklichkeit komplexeren Sachverhalte zur Südumfahrung realistisch dargestellt werden und keine potemkinsche Versprechung zur Realisierung einer Südumfahrung gemacht wird, die nicht im Gesamtinteresse von Ahrensburg ist.

Man kann voraussetzen, dass Christian Conring, finanzpolitischer Sprecher der CDU, sowie auch Michael Sarach, Chef der Verwaltung, bekannt ist, dass Ahrensburg in seinem Haushaltsplan für das Jahr 2015/16 Gesamtschulden von zirka 25 Millionen Euro ausweist und schon deswegen der Bau der Südumfahrung nicht mehrheitsfähig ist. Christian Conring hat unter dem Motto „wenn ich Bürgermeister werde“ bereits die Nordtangente priorisiert, für deren Variante 15 zirka 15 Millionen Euro aufzubringen sind. Man muss schon ein Illusionist sein, um vertreten zu können, dass Ahrensburg für beide Straßenbauprojekte innerhalb der nächsten Jahre 45 Millionen Euro aufbringen kann.

Die Südumfahrung lebt. Nach der Bürgermeisterwahl ist sie wieder tot. Populisten lösen keine Probleme! Das sollten auch die Befürworter der Südumfahrung wissen.

Werner Haering, Ahrensburg

image_pdfimage_print
Teilen.

4 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Professor Hummeltenberg,
    ich bedanke mich für die Informationen. Am Mittwoch war ich auf der Sitzung des BPA. Unter Pkt.7, Berichte/Mitteilung, wurde als Sachstand zur S4 mitgeteilt: Die Optionen auf eine weitgespannte Brücke über das Tunneltal, ein weiterer S-Bahnhof in Ahrensburg- West und der Weiterbetrieb des RE 80 bestehen weiterhin. Ein Lärmschutz in der Ahrensburger Innenstadt ist nur mit bis zu 6 Meter hohen Lärmschutzwänden möglich.

    Dazu gab es die Ergänzung des Stadtverordneten und Bürgermeisterkandidaten Jörg Hansen, dass nunmehr nieriger schienennaher Lärmschutz genehmigungsfähig sei! Bleibt für mich die Problematik der Überholstrecke für Güterzüge auf Gleis 5. Selbst für einen Laien ist es erkennbar, dass, wenn Güterzüge mitten in einer Stadt gestoppt werden, um dann beim Wiederanfahren über 2 Weichen von Gleis 5 auf Gleis 3 übersetzen, dieses nur mit einer zusätzlichen Lärmpegelerhöhung und Erschütterungen verbunden sein kann!

    Umgekehrt wird es bei mit Erz aus Skandinavien kommenden Zügen, die von Gleis 2 auf Gleis 3 übersetzen, keinen Deut besser! Ich befürchte, dass aufgrund des nunmehr deutlich werdenden Kostendrucks alle Extras wegfallen werden und die billigste Variante durchgesetzt wird. Dieses aber heißt Führung der Transeuropastrecke durch die Innenstädte Ahrensburgs, Rahlstedts und Wandsbek bei minimalem Lärm- und Erschütterungsschutz.

    Angesichts des geplanten Wohnbebauung am Lindenhof sind 6 Meter hohe Lärmschutzwände sicherlich nicht die Lösung. Eine Tieferlegung der Bahnstrecke, wie 2013 angeregt, wurde umgehend aus Kostengründen von dem gleichen Minister, der uns jetzt die Überholstrecke einrichten möchte, abgelehnt. Sie würde wahrscheinlich auch nur bewirken, dass anstelle des Bahnlärms der Straßenlärm nach oben geholt wird.

    Bei Erstellung des Lärmkatasters für die Stadt Ahrensburg wurde festgestellt, dass eine Lärmkartierung für den Kreuzungspunkt Bahntrasse-Manhagener Allee nur möglich ist, wenn auch der Bahnlärm mit berücksichtigt wird. Auf Anfrage bei der DB teilte diese lt Protokoll vom 2.12.2013 unter Pkt 6 mit. Erfragen von aktuellen Schienenverkehrszahlen bei der DB AG, um in der Lage zu sein, eine eigene Lärmkartierung für den Schienenverkehr zu erstellen. (Anmerkung: Zwischenzeitlich wurde nach Kontaktaufnahme mit der DB AG/Bahn-Umwelt-Zentrum ermittelt, dass die DB keine Bahndaten für die Kartierung herausgibt mit der Begründung, dass die Bahn für die Kartierung zuständig wäre!)
    Soviel zu Transparenz und Information der Bürger. Ich stelle weiter fest, dass die Trans-Europa-Strecke durch unsere Innenstädte nur mit Extragleisen der S4 möglich ist, umgekehrt aber die S4 nicht diese Strecke braucht!
    Mit freundlichen Grüßen
    Jürgen Plage

  2. Prof. Dr. Wilh. Hummeltenberg on

    Sehr geehrter Herr Plage,

    auf den neuen Bürgermeister warten große Aufgaben und Herausforderungen. Die größte ist der geplante Aus- und Neubau der Strecken 1120 und 1249 im Abschnitt Hamburg – Lübeck unter Planfall 43 des Bundesverkehrswegeplans 2010 „ABS Hamburg – Öresundregion“. Hierüber und über Folgendes wird bei der morgigen Kandidaten-Vorstellung zu diskutieren sein!

    In einer Anhörung zum Planfeststellungsverfahren für die S4, Los „Schleswig-Holstein“, wäre festzustellen, dass

    (1) die Maßnahme nicht nach § 3 Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) förderungswürdig ist und

    (2) einem Antrag der Vorhabenträgerin DB Netz AG auf eine Planfeststellung erstens deshalb und zweitens wegen fehlender „früher“ Öffentlichkeitsbeteiligung im Sinne von § 25 (3) Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG) nicht entsprochen werden kann.

    Die von der Vorhabenträgerin eingeleitete Werbekampagne zur S4 ist irreführend, intransparent und unvollständig. Sie vermag den Maßgaben von § 25 (3) VwVfG nicht zu entsprechen. Dies betrifft vor allem die beabsichtigen kapazitätserhöhenden Maßnahmen für den Güterfernverkehr und die daraus resultierenden Auswirkungen, wie Beeinträchtigungen des Stadt- und Landschaftsbilds infolge sich durch Ahrensburg ziehende 5 m hohe Lärmschutzwände, wie Bodenerschütterungen durch schwere Güterzugdurchfahrten in Wohngebieten usw.

    Die Einwendung gegen eine Förderungswürdigkeit nach § 3 GVFG begründet sich wie folgt:

    1. Die Maßnahme berücksichtigt nicht ausreichend die Ziele der Landesplanung. Sie ist nicht mit den raumordnerischen Prinzipien verträglich, die in der Landesplanerischen Beurteilung zum Raumordnungsverfahren der Strecke 1100 „Lübeck – Puttgarden“ festgestellt wurden. So sieht die Landesplanerische Feststellung zwischen Oldenburg (i.H.) und Bad Schwartau eine zur BAB A1 parallele Trasse unter Umfahrung nicht nur der Bäderorte, sondern auch von Siedlungsgebieten wie Lensahn und Ratekau vor.

    2. Die Maßnahme ist nicht verkehrsgerecht. Sie setzt weder das von NAH-SH für das Fahrplankonzept „Netz Mitte“ proklamierte Schnell-Langsam-Konzepts auf dem Zulauf von Lübeck in den Knoten Hamburg um noch erlaubt sie einen integrierten Taktfahrplan von S-Bahn im 20 Min-Takt und Stadtverkehr Ahrensburg (Bus) im 1/2h-Takt.

    Für einen S4-10-Min-Takt zwischen Hamburg Hbf und Ahrensburg in HVZ besteht kein Bedarf, wenn der Regionalexpress Ahrensburg – wie Bad Oldesloe – im 1/2h-Takt bedient. Die Überprüfung des Bedarfsplans für die Bundesschienenwege 2010 weist für Bargteheide und Ahrensburg im Bedienangebot der RE-Züge einen 1/2h-Takt aus (vgl. ebenda Abb. 5.4-2)! Die U1 erschließt von Ahrensburg aus den Bezirk Wandsbek (Volksdorf, Berne, Farmsen, Wandsbek) weitflächig und bietet mit den Stationen Mönckebergstraße, Jungfernstieg, Gänsemarkt, Stephansplatz direkte Verbindungen in die Hamburger City.

    3. Nach der jüngst geschätzten Kosten-Explosion von anfänglich 350 Mio. € mit einer Korrektur in 2013 auf 630 Mio. € auf nunmehr 1,008 Mrd. € ist die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens unter Berücksichtigung alternativer Bezugsfälle, z.B. einer autobahnparallelen Trasse zwischen Bad Oldesloe und ABK Hamburg-Ost mit Anschluss an die Güterstrecke Tiefstack – Glinde, mittels Standardisierter Bewertung nachzuweisen.

    Dafür, dass die geplante S4 in Stormarn weder verkehrsgerecht noch wirtschaftlich vertretbar ist, sprechen folgende Indizien:

    • Einer am 17.08.2015 von Nahverkehr HAMBURG publizierten HVV-Untersuchung zufolge bringt eine Erweiterung der Hamburger S-Bahn in Richtung Lüneburg und Tostedt zu wenig Vorteile. Eine Vorprüfung zeigt, dass sich keine relevanten Reisezeitverkürzungen ergeben und die im Vergleich zu Doppelstockwagen geringeren Kapazitäten der S-Bahnen nicht ausreichen. Der verkehrliche Nutzen beschränkt sich auf neue Direkt-fahrmöglichkeiten zwischen Niedersachsen und S-Bahn-Stationen in Hamburg. Hiervon aber profitiert nur ein Teil der Fahrgäste. Die S-Bahnen müssten auf den dicht befahrenen Strecken nach Lüneburg und Tostedt Fernbahngleise nutzen. Damit sie keine Verspätungen in das eng getaktete S-Bahn-Netz schleppen, müssten Reserven in den Fahrplan eingebaut werden, durch welche sich die Fahrzeiten verlängern. Deshalb soll jetzt der Regionalverkehr optimiert werden.

    • In einer historischen Entscheidung wurde im Projektbeirat zum Ausbau der Rheintalbahn „Karlsruhe – Basel“ im Zuge des TEN-V-Korridors 1 „Rotterdam – Genua“ entschieden, die 2-gleisige Bestandsstrecke zwischen Offenburg und Riegel (Kaiserstuhl) durch eine 2-gleisige autobahnparallele Güterzugtrasse (Neubaustrecke) zu ergänzen. Die Kosten für den 40 km langen Abschnitt betragen 479 Mio. € und sollen zu je 50% vom Bund und vom Land Baden-Württemberg finanziert werden.

    Deshalb stelle ich den Bürgermeister-Kandidaten folgende 3 Fragen:

    I. Inwieweit teilen Sie die dargestellten Einschätzungen zum Vorhaben S4 (Ost), Los Schleswig-Holstein, und zum geringen Nutzen einer Erweiterung des Hamburger S-Bahn-Netzes südlich der Elbe auch in Bezug auf dessen Ausdehnung auf Stormarn?

    II. Welche Lehren und Konsequenzen werden Sie als Bürgermeister hieraus ziehen, um einen anwohnerfreundlichen und umweltverträglichen, den landesplanerischen Zielen von Schleswig-Holstein entsprechenden Streckenausbau des TEN-V-Korridors 3 „Oslo / Stockholm – Öresund-Region – Hamburg – Brennerbasistunnel – Neapel“ in Stormarn zu erwirken?

    III. Welche Formen einer „frühen“ Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 25 (3) VwVfG streben Sie an?

  3. Sehr geehrter Prof. Hummeltenberg,
    ich gehe davon aus, dass Sie die aktuelle Rechtslage um eine Südtangente richtig beschreiben! In dem Brief vom 10.12.2012 schreibt unsere Bauamtsleitung an die LVS zudem Komplex Kreuzungsbauwerk Brauner Hirsch: Ich bitte darum, den Beschluss des Ahrensburger Bau-und Planungsausschusses vom 16.11.2011 zu beachten, der wie folgt lautet: Für den Planungsfall “ Aufhebung des Bahnüberganges Brauner Hirsch und Ersatz durch ein höhenfreies Kreuzungsbauwerk“ ist das Kreuzungsbauwerk in der Weise zu positionieren, dass der Anschluss der Südtangente abgehend von der Einmündung der Eulenkrugstraße auf die B 75 möglich wird.
    In einem zweiten Schreiben vom 26.6.2013 schreibt die Ahrensburger Tiefbauleitung ebenfalls an die LVS unter Pkt 4 Aufhebung des Bahnüberganges Brauner Hirsch: Das Ergebnis der Umweltverträglichkeitsstudie wird kritisch bewertet. Eine Aufhebung des Bahnüberganges hat weitreichende Eingriffe in das bestehende Landschaftsschutzgebiet, FFH Gebiet und Grabungsschutzgebiet zur Folge. Der Talraum ist aus bisheriger Sicht mit einer weitgespannten Brücke zu überbauen. Bei den Arbeiten ist das Archäologische Landesamt zu beteiligen…. Variante B1 wird bevorzugt….
    Diese Variante B1 ist die an dem jetzigen Brauner Hirsch und hätte eine weitgespannte Brücke von ca. 450 m Länge zur Folge! Eine weitgespannte Brücke über das Tunneltal im Bereich einer Südtangente hätte aber nur eine Länge von ca. 250 m zur Folge.
    Durch die zur Zeit stattfindende Kostenexplosion zur S4 von vor 2 Jahren 312 Mio € auf z.Zt. 1,008 Mrd. € und dem Zwang zur Kostensenkung, ist zu befürchten, dass wir die von der DB bevorzugte Variante : zwei Erdwälle an die Gleise mit einer kurzen Brücke bekommen, die dann das Tunneltal an dieser Stelle zerschneiden würde.
    Ich habe kürzlich unserem Ministerpräsidenten geschrieben und Ihn gefragt, ob er z.B. ernsthaft befürwortet, dass man in Ahrensburgs Innenstadt auf dem Gleis 5 am Bahnhof eine Überholstrecke für Güterzüge einrichten will? Dieses ließ er von der LVS bejahen und kündigte an, diese noch auf 834 m zu verlängern. Mein Fazit daraus ist, dass wenn wir Ahrensburger Bürger nicht aufpassen, wird man uns alle Nachteile einer S4 und Einer Fehmarn-Belt-Querung zuschieben!
    Mit freundlichen Grüßen
    Jürgen Plage

  4. Prof. Dr. Wilh. Hummeltenberg on

    Sehr geehrter Herr Haering,

    offensichtlich haben Sie und die Interessengemeinschaft Ahrensburg Nord-Ost (IGANO), die Sie vertreten, die Umwidmung der B 75 zur Landesstrasse L 82 noch nicht verinnerlicht. In Ihrem Öffentlichen Brief vom 5.06.12. „Es ist 5 vor 12!“ sprechen Sie von einem Verkehrsinfarkt auf der „B 75“ Lübecker Straße, den Sie durch eine Nord-Tangente lindern wollen. Aber eigentlich war die B 75 schon damals Schnee von gestern und absehbar, dass die B 75 an dem von Ihnen angedachten Prognosezeitpunkt nicht mehr existieren wird!

    Die Umwidmung der B 75 in die L 82 ist nun zum 1.1.2015 erfolgt. Der Grund ist: Die B 75 liegt zwischen Landesgrenze und Ahrensburg in unmittelbarer Nähe zur BAB A1, d.h. in einem Korridor weniger als 5 km von ihr entfernt. Das BMVI geht davon aus, dass die Verkehre in einem solchen Korridor auf die Autobahn verlagert bzw. der Autobahn zugeführt werden sollen. Zwar halte ich eine Umwidmung der B 75 zwischen Ahrensburg und Elmenhorst für nicht verkehrsgerecht; ihre Umwidmung zwischen Ahrensburg und Rahlstedt aber entspricht der vom BMVI gesetzten Norm.

    Deshalb ist nach Umwidmung der B 75 ist eine Südtangente – wie bis vor 10 Jahren – wieder gemäß § 3 StrWG-SH als Kreisstraße K 20 zu klassifizieren. Als Verbindungsstraße zwischen im Westen der L 82 (ehemals B 75) „Rahlstedt – Ahrensburg“ und der K 48 „Volksdorf – Eulenkrug“ und im Osten der L 224 „Ahrensburg – AS 28 Ahrensburg (- Großensee)“ wird sie künftig vermehrt dem überörtlichen Verkehr dienen, insbes. dem Anschluss von Ortsteilen des Bezirks Wandsbek-Nord (Bergstedt, Sasel, Volksdorf) an die E22/BAB A1 Richtung Norden. Andernfalls müssten diese Verkehre den stauträchtigeren Weg durch Ahrensburgs Innenstadt über die L 82 „Hamburger Straße – Bahntrasse“ und K 106 „Beimoorweg“ zum ABK Bargteheide wählen. Nach Fertigstellung der Bahnüberführung Brauner Hirsch ist die Route über die Südtangente der eindeutig schnellere Weg und auf ihr deshalb mit einem Verkehrszuwachs zu rechnen.

    Gründe für eine Klassifikation einer Nord-Tangente als Kreisstraße vermag ich dagegen nicht zu erkennen! Das Gewerbegebiet Nord ist über die K 106 an AK 27 und die L 224 an AS 28 der E 22 angebunden. Eine Umleitung von Verkehren der L 82 über eine Nord-Tangente auf die L 224 zur AS 28 „Ahrensburg“ ist mehr als fragwürdig. Also sind bei einer Süd-Tangente und einer Nord-Tangente unterschiedliche Bedarfe zu berücksichtigen und andere Finanzierungsmodelle anzustreben. Ihren Vorwurf „Mehr Populismus zur Südumfahrung geht nicht!“ halte ich für abwegig und wenig zweckdienlich. Lassen Sie uns eine sachliche Diskussion auf Basis der bei einer Standardisierten Bewertung anzuwendenden Methoden, Verkehrsmodelle und Nutzenkategorien anstreben!

Kommentieren