Begleitung bis in den Tod: Sina Aaron Moslehi zeigt seinen Film „Zeit zu leben“

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Ahrensburg (ve/pm). Wenn am Ende des Lebens nach einer schweren Krankheit alle Therapien durchgeführt, alle Maßnahmen ergriffen, alle Möglichkeiten der Heilung ausgeschöpft sind, bleibt oft nur das Akzeptieren. Und das Warten – auf den Tod. Der junge Ammersbeker Regisseur Sina Aaron Moslehi erzählt in seinem Film „Zeit zu leben“ von diesem Warten, vom Alltag eines Hospizes in Hamburg. Am Donnerstag, 8. Oktober 2015, zeigt er diesen Film im Marstall.

Berührend und einfühlsam: "Zeit zu leben" von Sina Aaron Moslehi. Foto: MoslehiFilm

Berührend und einfühlsam: „Zeit zu leben“ von Sina Aaron Moslehi. Foto: MoslehiFilm

Auf Einladung des Hospizvereins Ahrensburg ist bei dieser Veranstaltung am Donnerstag, 8. Oktober 2015, um 19 Uhr im Kulturzentrum Marstall auch der Regisseur selber vor Ort. Der Hospizverein lädt Erwachsene und Jugendliche zu dieser Filmvorführung und einem anschließenden Gespräch mit Sina Aaron Moslehi ein. Der Eintritt ist frei, eine Spende erbeten. Der Film trägt übrigens das Prädikat „wertvoll“ der Deutschen Film- und Medienbewertung.

Moslehi begleitet drei Menschen bei ihrer Ankunft, ihrem Leben und ihrem Sterben im Hospiz. Drei unterschiedliche Menschen mit sehr verschiedenen Geschichten, die auch ganz unterschiedlich mit ihrer Situation umgehen.

Hospiz – Ort des intensiven Lebens

Der Film gewährt Einblick in die kostbare letzte Phase ihres Lebens, berührend, ohne voyeuristisch zu sein. Auch wie Angehörige und Pflegende mit den Herausforderungen dieser Zeit umgehen, zeigt Sina Aaron Moslehi. „Der Film bricht mit Klischees über das Hospiz – dies ist nicht nur ein Ort des Sterbens, sondern auch des intensiven Lebens, der für Selbstbestimmung, Fürsorge und Würde zum Lebensende steht.“ Ein berührender Film, der würde- und liebevoll ein schwieriges Thema behandelt und der auch die schönen Seiten des Lebens feiert.

Schon vor seinem Abitur hatte der damals 17-jährige Sina Aaron Moslehi, der für seinen ersten Dokumentarfilm den Bertini-Preis bekommen hatte, einen abendfüllenden Dokumentarfilm drehen wollen. Als er im Radio von Protesten gegen den Bau eines Hospizes hörte, kam ihm die Idee für das Thema. Es sollte aber kein Film über die Proteste, sondern ein Blick in ein Hospiz werden. Im Winter 2012/13 entstand dann „Zeit zu leben“.

Der Hospizverein Ahrensburg in der Waldstraße 12. Die Vereinsvorsitzende Sabine Schaefer-Kehnert, die Koordinatorin Barbara Gründling, Marian van der Maten vom Vorstand und die Koordinatorin Sabine Gerstenberg (von links) vor dem Gebäude.

Der Hospizverein Ahrensburg in der Waldstraße 12. Die Vereinsvorsitzende Sabine Schaefer-Kehnert, die Koordinatorin Barbara Gründling, Marian van der Maten vom Vorstand und die Koordinatorin Sabine Gerstenberg (von links) vor dem Gebäude.

 

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